Monat: April 2016

Das DocService der Uni Graz im Interview

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Das DocService der Karl-Franzens-Universität Graz bietet DoktorandInnen ein umfassendes Serviceportfolio – von einem maßgeschneiderten Kursprogramm bis hin zu spannenden Netzwerkaktivitäten. Im Gespräch mit Frau Dr. Stefanie Lerch vom DocService hat der Wirtschaftsgeist nachgefragt, welche Services für Geistes-, Sozial- und KulturwissenschafterInnen angeboten werden.
Dr. Stefanie Lerch kommt selbst aus dem Bereich der Geisteswissenschaften: Sie hat ein Studium der Alten Geschichte und Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Université de Montreal absolviert, sowie einen Forschungsaufenthalt an der Georg-August-Universität Göttingen. Von 2011 bis 2013 war sie Stipendiatin der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz – und seit Februar 2014 ist Frau Dr. Lerch co-verantwortliche Mitarbeiterin im DocService der Karl-Franzens-Universität Graz.

Dr. Stefanie Lerch, DocService
Dr. Stefanie Lerch, DocService

Frau Dr. Lerch, was ist denn das DocService der Uni Graz überhaupt? Was bieten Sie an?
Das DocService der Karl-Franzens-Universität Graz versteht sich als Kompetenzzentrum, Servicestelle und Informationsdrehscheibe für doktoratsspezifische Themen im Kontext einer zukunftsgerichteten, hochgradig professionalisierten und qualitativ exzellenten Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Aufgrund der besonderen Positionierung des Doktorats als letzter Stufe der Ausbildung und gleichzeitig als erster Stufe einer wissenschaftlichen Karriere (Stichwort: Promovierende als Early Stage Researcher) ist das DocService an der Schnittstelle zwischen Lehre und Forschung verortet.
Das DocService berät DoktorandInnen in verschiedenen Angelegenheiten, bietet ein Kursprogramm für Transferable Skills an und unterstützt mit der Organisation von Diskussionsveranstaltungen und Publikationen die konstruktive Auseinandersetzung mit akademischen Karrierewegen. Zudem betreut das DocService eine Plattform auf der alle wichtigen Informationen rund um das Doktorat zu finden sind.
Auf der Ebene des Universitätsmanagements wirkt das DocService an der Weiterentwicklung der Doktoratsausbildung und der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Graz mit.

Welche Services werden speziell für DoktorandInnen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften angeboten?
Wir bieten verschiedene Formate speziell für DoktorandInnen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften an. Zum Beispiel veranstaltete das DocService im Frühjahr einen Workshop zum Thema Thinking at the Edge. Bei diesem Workshop lernten Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen eine Methode kennen, die bei der Entwicklung neuer Forschungsideen unterstützt und hilft diese zu systematisieren. Die TeilnehmerInnen widmeten sich zwei Tage ihren Forschungsidee und kamen somit in den Genuss eines intensiven Coachings zum eigenen Forschungsprojekt.
Zudem unterstützt das DocService auch Initiativen, wie das Projekt „Geisteswissen schafft Wirtschaft“ von Frau o. Univ.-Prof. Renate Pieper. Dieses Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht GeisteswissenschaftlerInnen die Augen für die Wirtschaft zu öffnen und gleichzeitig auch Manager von den Fähigkeiten der DoktorandInnen zu überzeugen. Die DoktorandInnen spielen dabei wirklichkeitsnahe Unternehmensprozesse durch und werden mit der Lösungen ausgewählter Fallbeispiele betraut.

Gibt es viele Anfragen von DoktorandInnen aus dem Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften? Welche Anliegen haben diese DoktorandInnen?
Mit rund 700 DoktorandInnen hat die geisteswissenschaftliche Fakultät die meisten DoktorandInnen, daher kommen natürlich auch sehr viele Anfragen aus diesem Bereich. Aber auch von der sozialwissenschaftlichen Fakultät gibt es ein großes Interesse an unserem Beratungsangebot. Die Anfragen sind sehr unterschiedlich und reichen von allgemeinen Informationen zum Ablauf des Studiums bis hin zur Problemen mit Betreuungspersonen. Häufige Anliegen der DoktorandInnen sind vor allem Themeneingrenzung, Finanzierung, Betreuersuche, Auslandaufenthalten oder Publikationsmöglichkeiten.

Geistes- Sozial-, Kulturwissenschaften und die Wirtschaft: Passt das zusammen?
Geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Studien und die Wirtschaft schließen sich nicht aus, doch finden sich Berührungsängste auf beiden Seiten. Daher hat das bereits erwähnte Projekt „Geisteswissen trifft Wirtschaft“ es sich zur Aufgabe gemacht, den wechselseitigen Nutzen herauszuarbeiten. Bereits im Pilotprojekt wurde allen Beteiligten klar, dass die Zusammenarbeit zwischen Geistes-, Sozial-, Kulturwissenschaften und der Wirtschaft überaus fruchtbar sein kann. Wissenstransfer, Projektmanagement und Kommunikation sind klassische Tätigkeitsfelder von Geistes-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen in der Wirtschaft. Ebenso sind ausgezeichnete Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sehr wichtige und nachgefragte Skills.

Können Sie einige Kompetenzen definieren, die DoktorandInnen der GSK in ein wirtschaftliches Umfeld einbringen können?
Der Wunsch nach Messbarkeit von Kompetenzen ist besonders in der Wirtschaft groß, um Ausbildungen vergleichbar zu machen.
Geistes-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen zeichnen sich durch eine Vielzahl an Kompetenzen aus: Sie glänzen durch zielgerichtete Recherche und lösungsorientiertes Vorgehen. Sie besitzen die Fähigkeit zu vernetztem Denken, sind kreativ, hartnäckig und initiativ. Zu den wichtigsten Kompetenzen gehören Kommunikations- und Problemlösungskompetenz, Transferfähigkeit, Projekt- und Wissensmanagement sowie Medien-, Präsentations- und Visualisierungskompetenz. Aber auch Persönlichkeitsmerkmale wie Ausdauer, Begeisterungsfähigkeit, Teamfähigkeit, intrinsische Motivation werden immer wieder genannt, die DoktorandInnen der GSK in ein wirtschaftliches Umfeld einbringen.

Vielen herzlichen Dank für das Gespräch!

Link zum DocService der Uni Graz: https://docservice.uni-graz.at/de/

Interview/Text: Roland Reiter

Students for Students DAY in der Kunstuniversität Graz

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Ein Veranstaltungstipp für alle Studierenden der Kunstunviersität Graz:

Students for Students DAY
Infoveranstaltung der ÖH-KUG: Ein Tag, der neben spannenden Vorträgen auch praktische Tipps für den Alltag bietet.

Wann?
Freitag, 29.04.2016
Wo?
MUMUTH Proberaum und Foyer (1. Stock)

Programm:

11:00-12:00 Begrüßung bei Kaffee und Kipferl (Foyer)

11:00-17:30 Info-Marktplatz
Für deine Fragen stehen die Referate der ÖH-KUG, die Studienvertretungen und viele mehr den ganzen Tag zur Verfügung. Special: Rechtsberatung durch WSMK Rechtsanwälte (z.B. Mietverträge etc.)

11:30-12:30 Frauen in der Musik (Proberaum)
Bach, Beethoven, Mozart. In der Geschichte der Musik sind alle großen Namen männlich. Warum ist das so und wo stehen wir heute?

13:00-14:00 Wie komme ich zu mehr Geld? (Proberaum)
Konto leer bevor ein neuer Monat anfängt? Hol´ dir praktische Tipps, die dein Studierendenleben finanziell bestimmt erleichtern. Nach dem Vortrag gibt es auch die Möglichkeit einer persönlichen Beratung.

14:00-15:00 Mittagspause (Foyer)

15:00-16:00 Kunst in der Gesellschaft (Proberaum)
Auf der einen Seite verdienen KünstlerInnen Geld ohne Ende und auf der anderen Seite können sie nicht einmal für ihren Lebensunterhalt sorgen. Wie kommt es zu so einer Unverteilung?

17:30-19:00 Steuerberatung für KünstlerInnen (Proberaum)
Wie genau läuft das mit den Steuern? Wann und wie viel muss ich bezahlen? Nach dem Vortrag seid ihr bestimmt um viele Antworten zum Thema „Steuern“ reicher. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich beraten zu lassen.

19:00-20:00 Mini- Jazzkonzert (Foyer)

20:30-23:00 Disco (Foyer)

Neue Publikation des WTZ Süd: Entscheidungen am Lebensende

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Im Rahmen des WTZ Süd wurde im Oktober 2014 das „Transdisziplinäre Forschungs- und Kompetenznetzwerk Lebensende“ gestartet. Gerade die vielschichtigen Fragestellungen zum Thema Lebensende lassen sich nicht mit einem monodisziplinären Zugang adäquat erfassen. Sie betreffen neben den medizinischen Fächern eine Reihe weiterer Disziplinen, wie etwa Rechts- und Sozialwissenschaften, Psychologie, aber auch theologische und philosophische Ethik. Deshalb sind transdisziplinäre Kooperationen und Wissenstransfer erforderlich, um der Komplexität der Situationen am Lebensende gerecht zu werden.
Aus dieser Kooperation ist die Publikation Entscheidungen am Lebensende entstanden, die sich mit den wachsenden ethischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen zur Gestaltung der letzten Lebensphase befasst. Diese werden vor dem Hintergrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelung zur „Sterbehilfe“ und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen im europäischen Kontext sowohl aus ethischer als auch empirischer Perspektive analysiert und erläutert.

Lebensende

ExpertInnen aus Medizinethik, Palliativmedizin, Theologie, Sozial- und Pflegewissenschaften widmen sich in den Beiträgen unter anderem folgenden Fragestellungen: Von welchen Faktoren und Prinzipien wird die ethische Debatte zu dieser Thematik geleitet? Worin liegen Grenzen und Möglichkeiten der Palliativmedizin? Was bedeutet vor diesem Hintergrund „selbstbestimmtes Sterben“? …
Des Weiteren wird auf Projekte über Lebensqualität im Alter, klinische Ethikberatungsmodelle sowie aktuelle Institutionalisierungsprozesse von Lebensende-Entscheidungen Bezug genommen. Abschließend werden internationale Trends und empirische Studien über die Akzeptanz von „Tötung auf Verlangen“ und „assistierten Suizid“ beleuchtet sowie dahinter liegende Einflussfaktoren analysiert.
Link: Weitere Informationen und Bestellung
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Flyer Englisch

World IP Day 2016: Veranstaltung an der Uni Graz

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Auch für Geistes-, Sozial- und KulturwissenschafterInnen von Interesse: Anlässlich des World IP Day 2016 findet am 26.04.2016 an der Karl-Franzens-Universität Graz eine Veranstaltung zum Thema „Cyber Security – Wie schütze ich mein Know-how“ statt.
Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.les-austria.at/news.htm

World IP Day 2016
World IP Day 2016