Der Grazer Universitätsverlag im Interview

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Der Grazer Universitätsverlag war bereits im Juni dieses Jahres am ersten WIRTSCHAFTSGEIST-Workshop beteiligt. Wir wollten wissen, inwiefern das Thema „Geisteswissenschaft-Wirtschaft-Kunst“ für den Verlag von Bedeutung ist und was sich momentan sonst noch im Verlag so tut:

Können Sie den Grazer Universitätsverlag kurz beschreiben?
Der Universitätsverlag möchte die Forschungsergebnisse der Universität Graz ins Zentrum rücken und bietet eine Plattform für universitäre Printpublikationen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Zusätzlich zu wissenschaftlichen Publikationen werden im Universitätsverlag Lehrbücher und Skripten verlegt.

Sehen Sie als Universitätsverlag einen Konnex von Geisteswissenschaft, Kunst und Wirtschaft?
Geisteswissenschaften, Kunst und Wirtschaft sind sehr eng miteinander verbunden, denn geisteswissenschaftliche Studien können einen Grundstein für vernetztes Denken bieten, das in der Wirtschaft nicht nur sehr gefragt ist, sondern auch gefordert wird. Kunst ist das verbindende Element zwischen Geisteswissenschaften und Wirtschaft, denn KünstlerInnen bieten eine Perspektive, die hilft über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Diese drei Bereiche, Geisteswissenschaft, Kunst und Wirtschaft, verbinden sich ideal in der Produktion einer Publikation, denn hier sind kreative Ideen von GrafikerInnen und die wirtschaftliche Kraft eines Verlags gefragt, um z. B. geisteswissenschaftliche Forschungsergebnisse einer Leserschaft zugänglich zu machen.

Worin sehen Sie die Stärken der GeisteswissenschafterInnen und KünstlerInnen, die in der Wirtschaft tätig sind?

Aus persönlichen Erfahrungen konnte festgestellt werden, dass die Stärken von GeisteswissenschafterInnen und KünstlerInnen in vernetztem Denken, Eigenständigkeit und Problemlösungskompetenz liegen – Eigenschaften, die der Schlüssel zum Gelingen bzw. Erfolg eines Projekts sein können.

Der Universitätsverlag war am ersten Wirtschaftsgeist-Workshop präsent. Welchen Eindruck hatten Sie vom Workshop generell? Werden Sie auch beim nächsten Workshop am 2.12.2016 wieder dabei sein?
Der Workshop war sehr spannend und interessant, da ich in der Praxis miterleben durfte wie junge Unternehmen und Studierende aus den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Kunst gemeinsam Ideen entwickelt und neue Perspektiven gefunden haben.
Am positivsten für mich war das Feedback der Unternehmen, die den „Blick über den Tellerrand“ als erfolgsversprechend gesehen haben.
Der Universitätsverlag freut sich auf den Workshop und ist sehr gerne wieder beim Workshop dabei!

Aus welchen wissenschaftlichen Bereichen kommen die AutorInnen, die bei Ihnen publizieren?
Die AutorInnen kommen aus sehr verschiedenen Bereichen – aber man kann sagen, dass wir sehr viele Publikationen aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften haben. Einige unserer neuesten Erscheinungen:
Bairisch-österreichischer Dialekt Bairisch-österreichischer Dialekt in Literatur und Musik 1650-1900. Hierzu gibt es einen interessanten Video-Beitrag:

Eine weitere Neuerscheinung ist Auftraggeber als Träger der Landesidentität. Kunst in der Steiermark vom Mittelalter bis 1918. Zu diesem Buch gibt es hier ein Interview.

Der WIRTSCHAFTSGEIST dankt für das interessante Interview!

Lesetipp: Die oben vorgestellten Bücher aus dem Grazer Universitätsverlag:
Auftraggeber als Träger der Landesidentität. Kunst in der Steiermark vom Mittelalter bis 1918
David Franz Hobelleitner, Edgar Lein (Hrsg.)
978-3-902666-43-7__cover__coolgray
ISBN: 978-3-902666-43-7
€ 29,40

Bairisch-österreichischer Dialekt in Literatur und Musik 1650-1900. Band 42 (Allg. Wissenschaftliche Reihe)
Christian Neuhuber; Elisabeth Zehetner (Hrsg.)
bairisch-oesterreichischer-dialekt
ISBN: 978-3-7011-0349-2
€ 24,90

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