Das Career Center der Uni Graz im Interview

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Das Career Center der Uni Graz bietet Studierenden ein vielfältiges Serviceangebot zu Beruf, Karriere und Erfolg. Als Schnittstelle zwischen Universität und Wirtschaft steht es den Studierenden der Uni Graz mit einem professionellen Programm, aktuellen Informationen und persönlicher Beratung zur Seite. Der Wirtschaftsgeist hat sich mit Career Center-Leiterin MMag. Sigrid Maxl-Studler über Karriereperspektiven von Geistes-, Sozial und KulturwissenschafterInnen unterhalten und wertvolle Tipps zur Karriereplanung eingeholt.
Sigrid Maxl-Studler absolvierte die Studien der BWL und Wirtschaftspädagogik. Nach Stationen in der Wirtschaft kam sie 2008 zurück an die Universität und ist seither im Career Center der Universität Graz sowie in der Erwachsenenbildung tätig, wo sie neben dem Praxiseinblick ihr erworbenes Wissen aus weiterführenden TrainerInnen- sowie Coaching-Ausbildungen einbringt.

MMag. Sigrid Maxl-Studler, Career Center
MMag. Sigrid Maxl-Studler, Career Center

Frau MMag. Maxl-Studler, möchten Sie das Career Center kurz vorstellen?
Das Career Center ist kostenfreie Anlaufstelle für Studierende und AbsolventInnen der Universität Graz bei allen Fragen rund um das Thema Berufsein-, Um- und Aufstieg. Die Serviceangebote reichen von Beratungen wie z.B. CV-Checks über Trainings und Veranstaltungen, das Mentoringprogramm gemeinsam mit alumni UNI graz bis hin zu einem umfassenden Informationsangebot via Newsletter, Website sowie Job- und Praktikaportal.

Gibt es im Career Center auch ein spezielles Angebot für Studierende aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften?
Grundsätzlich sind Veranstaltungen und Beratungen immer für alle Studierende aller Studien offen. Wir bieten aber von Zeit zu Zeit speziell Themen an, die besonders für Studierende der GSK von Interesse sein können. Dazu zählen z.B. „Schreiben in PR-Berufen“ in Kooperation mit dem Schreibzentrum und „CreateYourJob – Berufsfindung und Berufseinstieg für GEWIs“. Es empfiehlt sich dazu regelmäßig auf die Website des Career Centers zu schauen. Nicht zuletzt kann das Mentoringprogramm von großem Interesse sein, bei dem man als Studierende/r eine erfahrene Person an die Seite gestellt bekommt, die noch dazu Absolvent/in der Universität Graz ist.

Welche Art von Anfragen erreichen Sie von Studierenden aus diesen Bereichen?
Da die genannten Studien häufig sehr breit aufgestellt sind, geht es vermehrt auch um Fragen zu möglichen Berufsfeldern bzw. Orientierungsthemen. Aber natürlich auch die Optimierung von Bewerbungsunterlagen oder aber die Vorbereitung auf Auswahlverfahren sind Inhalte häufiger Anfragen.

Welche Karriereperspektiven haben denn Geistes-, Sozial- und KulturwissenschafterInnen Ihrer Einschätzung nach?
AbsolventInnen dieser Studien sind in allen Branchen und über alle Bereiche hinweg vertreten, aber natürlich besonders häufig in kulturellen Einrichtungen bzw. bei öffentlichen ArbeitgeberInnen wie z.B. an Universitäten tätig. Noch wichtiger als in anderen Bereichen sind ein langer Atem und ein gutes Netzwerk. So gilt es z.B. schon früh Volontariate und Praktika zu absolvieren, die leider häufig auch unbezahlt sind, dafür umso wichtiger für den Netzwerkaufbau. Der berühmte „Fuß in der Tür“ ist also gefragt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Unternehmen gemacht: Besteht Interesse daran, Geistes, Sozial- und KulturwissenschafterInnen einzustellen?
In der steirischen Unternehmenslandschaft sind natürlich technische Unternehmen stark vorzufinden. Und ja, auch diese Unternehmen suchen AbsolventInnen der angeführten Richtungen. Prädestiniert sind Felder wie Marketing und PR, Übersetzungswesen bis hin zu Projektmanagement. Für alle Studien offen ist beispielsweise auch der Handel. Hier gibt es einige Unternehmen, die Traineeprogramme für zukünftige Führungspersonen anbieten – und das für AbsolventInnen aller Studienrichtungen.

Welche Eigenschaften oder Stärken bringen Geistes-, Sozial- und KulturwissenschafterInnen in den wirtschaftlichen Kontext ein?
Da fallen gerne Stichworte wie „Outside-the-box-Denken“, Kreativität, Recherche-Fähigkeiten, das ganze Spektrum der Text- und Sprachkompetenz, aber auch verstärkt interkulturelle Kompetenzen. Wichtig ist aber, die ganz persönlichen, individuellen Stärken zu nennen und nicht allgemeine Floskel anzubieten. Sich selbst gut zu kennen und damit 3 bis 4 Eigenschaften bzw. Stärken gut begründen zu können, kann sowohl bei der Bewerbung als auch beim Gespräch der Schlüssel zum Erfolg sein. Dann kann sich das Gegenüber ein gutes und vor allem authentisches Bild machen.

Worauf sollten Studierende der GSK besonders achten, wenn sie eine Karriere in der Wirtschaft anstreben?
Von Vorteil sind bereits während des Studiums praktische Erfahrungen in der Privatwirtschaft. Zudem sind Zusatzqualifikationen wie z.B. Grundkenntnisse der BWL oder Projektmanagement sehr wertvoll.

Sie haben uns bei der Ankündigung des „Wirtschaftsgeist-Workshops“ umfassend unterstützt. Was halten Sie von diesem Format?

Das Aufeinandertreffen von Start-Ups mit motivierten Studierenden ist einfach für alle Seiten bereichernd. Start-Ups können so von neuen Ideen profitieren, sehen womit sich Studierende beschäftigen und erhalten lösungsorientierte Ansätze. Umgekehrt erfahren die teilnehmenden Studierenden, wie sie ihre Kompetenzen und Kenntnisse einbringen können, welche Fragestellungen in der Praxis auftreten und ob auch das Thema Selbstständigkeit für Sie von Interesse sein kann. Kurz um: ein idealer Ansatz, um eine beidseitige Win-Win-Situation zu schaffen.

Welche Career Center-Veranstaltungen der nächsten Zeit möchten Sie unseren LeserInnen empfehlen?
Wer zu Jahresbeginn auf der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz ist, der könnte am 17.1. von unseren Podiumsgästen beim „Top.Talk: Praktikum“ viel Wertvolles erfahren oder am 19.1. den Vortrag zum Thema „Sommerjob statt Ferienloch“ besuchen.
Da wir aber das Programm regelmäßig ergänzen und vor allem stets zu Semesterstart das neue Programm online stellen, ist der Blick auf die Website mit Sicherheit ein Gewinn: https://careercenter.uni-graz.at/

Vielen herzlichen Dank für das Gespräch!

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