Karrierewege

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol. 14

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Von der Pädagogik zum Projektmanagement

Bereits im Gymnasium entdeckte Brigitte Brand die Liebe zur Literatur und zur Sprache. Somit fiel die Studienwahl nicht schwer und sie begann an der Karl-Franzens-Universität Graz das Lehramtsstudium für Anglistik und Germanistik. Prinzipiell konnte sie es sich gut vorstellen zu unterrichten, zudem dachte sie, dass sie ein Lehramtsstudium im späteren Berufsleben auch abseits der Schule gut brauchen könnte. Sie absolvierte ein Auslandssemester in den USA, in Ohio, und begann bereits während ihrer Studienzeit bei dem Verein Deutsch in Graz zu unterrichten: „Wir unterrichteten damals für Erwachsene in Kleingruppen und haben auch die Lehrmaterialien selbst erstellt. Ein bisschen hat mich diese Arbeit für die Schule verdorben. Wir gestalteten dort nämlich einen sehr anschaulichen Unterricht mittels Team-Teaching und veranstalteten Praxis-Nachmittage an denen das Erlernte ausprobiert werden konnte. Das kann man in der Schule auf diese Art nicht umsetzen“, erklärt Brigitte. Auch arbeitete sie als Sprachassistentin in Kent, England, und meint, dass ihr diese Erfahrung bei späteren Bewerbungen sicher geholfen hat. Nach Abschluss der Studien im Jahr 1991 und dem Unterrichtspraktikum war schnell klar, dass es aussichtslos war, eine Stelle als Lehrerin zu bekommen: „KollegInnen von mir haben jahrelang auf einen Platz warten müssen. Nur mit den Fächern Mathematik und Physik hatte man damals die Chance, gleich einen Job zu bekommen. Da wurde mir bewusst, dass ich einen anderen Weg einschlagen muss“, resümiert Brigitte Brand. Sie musste jedoch nicht lange suchen, denn ein paar Tage nach ihrer Diplomprüfung bekam sie ein Jobangebot vom LFI, dem ländlichen Fortbildungsinstitut. „Am Donnerstag hatte ich meine Diplomprüfung und am Montag darauf einen Job – ohne danach gesucht zu haben“, schmunzelt sie.

Ein Jahr lang arbeitete sie daraufhin gemeinsam mit einer Studienkollegin als Deutschtrainerin in einer Berufsorientierungsmaßnahme für AsylwerberInnen in Voitsberg. „Da habe ich dann gemerkt, dass Berufsorientierung eine spannende Sache ist“, so Brigitte, „und begann eine einjährige Ausbildung zur Sozial- und Berufspädagogin.“ Somit wechselte sie vom Unterricht ins Training und arbeitete in den nächsten Jahren als Trainerin, Beraterin und Coach in diversen, meist vom AMS geförderten Maßnahmen. Auch in den Gesundheitsbereich schnupperte sie hinein, als sie im Zuge ihrer Tätigkeit bei Alpha Nova den Gesundheitssprengel in Kalsdorf aufbaute. Zusätzlich absolvierte sie eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung für Prozessmoderation und systemische Organisationsentwicklung.

Brigitte Brand
Brigitte Brand

Nach einigen einjährigen Jobs übernahm Brigitte Brand dann 1995 bei ISOP – Innovative Sozialprojekte – die Geschäftsführung. Bereits 1994 war sie einmal bei ISOP als Trainerin tätig gewesen, damals unterstützte sie im Rahmen eines arbeitsmarktpolitischen Selbstorganisationsprojekts arbeitssuchende PädagogInnen bei ihrer Neuorientierung. „Später kam dann die Anfrage von ISOP, ob ich mich nicht für den frei gewordenen Geschäftsführerposten interessieren würde. Sie konnten sich noch an mich erinnern und meinten, dass das gut für mich passen könnte. Somit bin ich schließlich ganz ins Projektmanagement gerutscht. Tätigkeiten im Bereich Controlling, Finanzen, Budgetentwicklung, Kostenrechnung, Bilanzierung, Personalauswahl, Projektanträge und Verhandlungen mit Fördergebern zählten plötzlich zu meinen Hauptaufgaben“, erzählt Brigitte. Das Wissen dazu erwarb sie sich in verschiedenen Seminaren beim Controller Institut in Wien und auch bei der Unternehmerschule am WIFI. „Der Rest“, so Brigitte, „war learning by doing. Aber das hätte ich mir seinerzeit nicht gedacht, dass ich als Literaturfreak bei der Kostenrechnung lande. Trotzdem hat das Gewi-Studium gut gepasst, denn für Projektanträge und dergleichen ist von Vorteil, wenn man formulieren und Dinge gut zusammenfassen kann. Auch meine Sprachkenntnisse habe ich wunderbar einsetzen können, denn wir hatten viele von der EU geförderte, transnationale Projekte mit AustauschpartnerInnen. Da war Englisch fast immer die Projektsprache.“

Nach 22 Jahren als ISOP Geschäftsführerin hat sich Brigitte nun aus dem operativen Bereich zurückgezogen, als Vorstandsmitglied ist sie weiterhin tätig. „Unter 55 Arbeitsstunden pro Woche bin ich nie nach Hause gegangen und auch an den Wochenenden war immer wieder die eine oder andere Projektausschreibung zu erledigen“, erzählt Brigitte. „Gerade in der letzten Periode hatten wir sehr viele ESF-Projekte [Europäischer Sozialfond] mit zunehmend herausfordernden Bedingungen und einem horrenden Abrechnungsaufwand. Da ging meine Tätigkeit fast nur mehr ins Controlling. Deshalb habe ich dann den Entschluss gefasst, noch einmal einen beruflichen Neubeginn zu wagen und mich als Unternehmensberaterin und Trainerin selbständig zu machen.“ Dazu absolvierte Brigitte Brand das Unternehmergründungsprogramm, das sie im Februar abgeschlossen hat. Parallel dazu lässt sie sich zur diplomierten Resilienztrainerin ausbilden.

Brigitte hatte nie das Gefühl, dass ihr die geisteswissenschaftlichen Studien einen Nachteil gebracht hätten: „Wahrscheinlich liegt das aber auch daran, dass ich etwas Anderes ausgestrahlt habe“, überlegt sie. „Da hat mir mein Aufenthalt in den USA sehr geholfen, denn dort ist es egal, was man studiert hat, was zählt, ist der Uni-Abschluss. Dieses Denken habe ich mitgenommen und mich auf meinem Weg nicht beirren lassen, denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass man mit geisteswissenschaftlichen Studien ein tolles Rüstzeug für viele Berufe hat“, ist Brigitte überzeugt.

Text: Birgit Nikzat / KUG

 

 

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol.13

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Die Welt sehen – das wollte David Zottler bereits als Kind. Heute ist der Geisteswissenschaftler in ganz Europa beruflich unterwegs.

Alles begann mit dem Kunstgeschichtestudium an der Karl-Franzens-Universität in Graz und einem Auslandssemester in Straßburg. „Die Zeit in Frankreich hat mich komplett verändert, plötzlich war mir ein Studium nicht mehr genug und ich inskribierte mich nach meiner Rückkehr zusätzlich noch für Geschichte und Französisch.“ David, der übrigens der erste in der Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz war, der drei Studien gleichzeitig abgeschlossen hatte, betätigte sich nebenbei ehrenamtlich für den Verein Erasmus Student Network (ESN) und betreute Incoming-Studenten aus aller Welt: „Damals in Frankreich gab es diesbezüglich wenig Infrastruktur. Deswegen wollte ich mich engagieren, um den internationalen Studierenden hier unter die Arme zu greifen.“ Bald darauf folgten weitere Auslandsaufenthalte, wie etwa ein Praktikum in Brüssel bei der EU: „Ich war der erste Geisteswissenschaftler, der das Praktikum dort bekommen hat. Ich arbeitete bei der Vertretung des Landes Steiermark in der EU, durfte dort bei vielen Meetings und Konferenzen wie etwa im EU-Parlament oder in der EU-Kommission als Repräsentant dabei sein, die für die Steiermark relevanten Informationen aufbereiten und übersetzen. Dieses Praktikum hat meine Überzeugung von der EU gestärkt. Danach lebte ich noch ein halbes Jahr als Sprachassistent in Dijon, Frankreich, und habe später auch in Paris für ein weiteres EU-Projekt gearbeitet. Mein Wissen aus den Studien konnte ich besonders bei der Sprachassistenz gut nutzen, da ich dort vor allem viele landeskundliche Themen in meinen Unterricht einfließen ließ“, meint David.

David Zottler
David Zottler

Noch während seiner Studien in Graz entschied sich David, die zweijährige Ausbildung zum Austria Guide, die berufsbegleitend am WIFI angeboten wird, zu beginnen. Diese staatliche Ausbildung befähigt nach erfolgreicher Absolvierung aller Prüfungen als Fremdenführer in ganz Österreich Führungen durchzuführen, aber auch zu organisieren und zu planen. „Bereits neben den Studien begann ich in Graz, als Austria Guide zu arbeiten“, erzählt David, „und mit der Zeit übernahm ich zusätzlich auch immer mehr Reiseleitungen. Ich habe dazu eine eigene Ausbildung als Reiseleiter absolviert, und leite und organisiere seit damals Reisen in ganz Europa. Als Reiseleiter kann prinzipiell jeder tätig sein, aber Führungen darf man nur dann anbieten, wenn man staatlich geprüfte/r FremdenführerIn ist. Dass ich beide Qualifikationen habe, was relativ selten vorkommt, erweist sich dabei für mich als großer beruflicher Vorteil.

Für diesen Job wird einem eine hohe Belastbarkeit abverlangt und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden und viel und oft im Ausland unterwegs zu sein. Zudem ist viel Geduld und große Flexibilität nötig und ein offenes Ohr für jedes Wehwehchen: „Es muss alles im Vorfeld abgestimmt werden – Hotels, Restaurants, etc. Die Leute kommen mit allen Problemen zu einem, denn man ist oft ihr einziger Ansprechpartner. Man ist ständig mit ihnen unterwegs, das heißt die soziale Komponente ist überaus wichtig. Wenn man eine Führung anbietet, steht das Fachliche und Inhaltliche im Vordergrund und nach der Führung geht man sozusagen nach Hause. Als Reiseleiter bin ich aber beispielsweise dafür verantwortlich, die unterschiedlichsten Essensallergien zu berücksichtigen, zu wissen, wo ich im Notfall eine Nachtapotheke finde – oder ich muss im Hotel ein neues Zimmer organisieren, wenn etwas nicht passt, und vieles mehr. Das ist zwar anstrengend und verlangt ein hohes Maß an Verantwortung, aber ich liebe meine Arbeit“, schwärmt David, der seine Touren auf Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch durchführt. Derzeit leitet er vor allem viele Bildungsreisen, wie etwa für das amerikanische Unternehmen Road Scholar, eine der weltweit größten Lifelong Learning-Organisationen: „Hier führe und begleite ich US-Amerikaner, die sich für klassische Musik begeistern, auf thematischen Reisen, wie zum Beispiel The Great Composers of Europe, erklärt David. Aber auch in weniger bekannten Gegenden war er schon unterwegs: „Zuletzt fuhr ich mit einer Reisegruppe nach Friesland, in die Niederlande. Da muss man sich schon sehr gut vorbereiten.“

Mit den Studien an der Karl-Franzens-Universität war David prinzipiell sehr zufrieden, nur etwas mehr Internationalität und Interdisziplinarität hätte er sich gewünscht. Generell ist er davon überzeugt, dass es keinen Sinn hat, Studien nur aufgrund der sogenannten „Wirtschaftlichkeit“ auszuwählen. Demnach lautet Davids Appell: „Man sollte das studieren, was einem selbst Freude bereitet, denn nur dann ist man wirklich gut darin und wird Erfolg haben – auch sollte man offen und neugierig sein und sich vielfältig engagieren. Und was ich ganz besonders wichtig finde: jeder sollte unbedingt möglichst viele Erfahrungen im Ausland sammeln, um den persönlichen Horizont zu erweitern und Vorurteile abzubauen!“

Mag. David Zottler, BA BA
E-Mail: david.zottler.guide@gmail.com
Tel.: +43/650/6474844
Facebook: www.facebook.com/david.zottler.guide
Instagram: www.instagram.com/david.zottler.guide
Video: https://www.youtube.com/watch?v=U5LQqYXAEO0

Text: Birgit Nikzat / KUG

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol.12

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Kreativ in der Wirtschaft

Was hat eine Geisteswissenschafterin mit der Produktion von Holzmöbeln oder Müllzerkleinerungsanlagen namens Terminator zu tun? Mag.a Margret Hausegger ist Projektmanagerin bei der Creative Industries Styria (CIS). Dort koordiniert sie ein Projekt, das zum Ziel hat, Jung und Alt Einblicke in innovative, steirische Unternehmen zu ermöglichen, damit sie Produktion live erleben können.

Margret_Hausegger / Foto: © Stephan Friesinger
Margret Hausegger / Foto: © Stephan Friesinger

Als Margret Hausegger 2003 ihr Diplomstudium Anglistik und Amerikanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz begann, hat sie sich diesen Schritt in die Wirtschaft noch nicht vorstellen können. Die Studienwahl traf sie unmittelbar nach der Matura und hat sie bis heute nicht bereut. „Es wäre für mich keine Option gewesen, rein aus Vernunft etwas anderes zu studieren“, erklärt Margret, die sich auch für Kunstgeschichte inskribierte, dieses Studium dann aber nach einiger Zeit zugunsten der Anglistik/Amerikanistik aufgab – ausschlaggebend war die progressive Ausrichtung des Instituts für Amerikanistik.

Als Ergänzungsfach wählte sie Medienwissenschaften sowie Freifächer aus Geschichte und Germanistik. Ihr Interesse für Sprachen zeigte sich auch in der Neigung zu unterrichten und zu schreiben, weswegen sie überlegte, an der Universität zu bleiben. „Das hätte schon gut gepasst, gleichzeitig war ich aber immer offen für alle Möglichkeiten“, meint die gebürtige Wienerin.

Kommunikation als Passion

Während des Studiums – auch während eines Auslandsjahres in Irland – engagierte sich Margret in der Studienvertretung, was Ausdruck ihrer Begeisterung für Kommunikation war. Auf Kommunikation im weitesten Sinne waren auch viele Inhalte des Studiums ausgerichtet, so wurde beispielsweise Augenmerk auf Textsorten gelegt, die für einen möglichen beruflichen Kontext in den Bereichen Marketing, PR oder Medien interessant sein könnten –  sicherlich mit ein Grund, warum viele ihrer ehemaligen Mitstudierenden, die nicht Lehramt studiert haben, nach dem Studium im Kommunikationsbereich tätig wurden.

Nach Beendigung des Diplomstudiums begann Margret das Doktoratsstudium an der Amerikanistik und arbeitete nebenbei am Institut. Zusätzlich war sie als selbständige Werbetexterin für die Styria Media Group AG und für Grazer Werbeagenturen tätig und entdeckte ihre zweite Leidenschaft, nämlich Yoga zu unterrichten, was sie bis heute praktiziert. Das Doktoratsstudium hat sie letztlich abgebrochen. „Es fehlte mir das Feuer. Die Beschäftigung mit Lyrik ist zwar wunderschön, aber irgendwann fehlte dann doch die Verbindung zum Rest der Welt“, berichtet die Geisteswissenschafterin.

Aufbruch in die Kreativwirtschaft

Über eine Werbeagentur ist sie schließlich zu Creative Industries Styria GmbH gekommen, wo sie mittlerweile seit bald fünf Jahren im Projektmanagement beschäftigt ist. Konkret betreut sie das Programm „Erlebniswelt Wirtschaft – made in Styria“ und engagiert sich dabei für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsbetrieben und der Kreativszene. Unternehmen öffnen im Zuge des Projekts in Form von Erlebnistouren ihre Türen für eine breite Öffentlichkeit. Die Touren werden von AusstellungsdesignerInnen und Werbeagenturen gestaltet. Auf ihren Arbeitsalltag angesprochen beschreibt Margret: „Mein Kollege und ich begleiten Betriebe und Kreativteams im Entstehungsprozess der Erlebnistour von der Konzeption bis zur Umsetzung. Außerdem kümmern wir uns um die Vernetzung der beteiligten Unternehmen sowie um Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen.“

Margret zeigt sich begeistert von der steirischen Wirtschaft: „Als Geisteswissenschafterin sieht man ja kaum Produktionsbetriebe. Wenn man aber verschiedenste Branchen kennenlernt, entwickelt man viel Wertschätzung für deren Leistungen.“ Dass sie die Welt anders sieht als zum Beispiel ein Techniker, ist ihr bewusst, etwa bei der Zusammenarbeit mit ihrem unmittelbaren Partner im Projekt, der auf der Montanuniversität in Leoben studiert hat: „Natürlich haben wir andere Zugänge und unsere Prioritäten unterscheiden sich. Im Endeffekt empfinden wir aber beide die unterschiedlichen Sichtweisen als bereichernd.“

Vom Wert anderer Sichtweisen

Außerhalb ihres direkten Arbeitsumfeldes fällt ihr gelegentlich ein gewisser Vorbehalt gegenüber GeisteswissenschafterInnen auf: „Es gibt manchmal Unverständnis bezüglich der wirtschaftlichen Relevanz eines solchen Studiums. Viele haben keine Vorstellung davon, was zum Beispiel Anglistik/Amerikanistik genau ist. Besonders Literatur- und Kulturwissenschaft sind oft relativ abstrakt. Auch ist es nicht immer leicht zu verstehen, warum es einen Unterschied macht, ob ein Text oder eine Übersetzung professionell gemacht werden. „Ich finde, es ist ausgesprochen wertvoll sich eine Zeit lang mit Dingen zu beschäftigen, die nicht unmittelbar mit dem Verdienen des Lebensunterhalts zu tun haben. Ich habe aber auch nie den Anspruch gehabt, dass mein Studium mich unmittelbar auf einen speziellen Beruf vorbereitet. Auch wenn in meiner jetzigen Tätigkeit ein Großteil des Wissens aus meinem Studium kaum gefordert ist, kann ich im beruflichen Alltag jederzeit auf meine Englischkenntnisse zurückgreifen. Wichtig ist für mich, regelmäßig neue Herausforderungen zu bekommen“, meint Margret.

Text: Birgit Nikzat

 

Alumni Career Mentoringprogramm

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Wir möchten heute gerne auf eine Info-Veranstaltung des alumni UNI graz und des Career Center aufmerksam machen. Besonders dazu ermutigen möchten wir die GSK-Studierenden/-AbsolventInnen sowie die Studierenden bzw. AbsolventInnen der Künste.

Alumni Career Mentoring
Alumni Career Mentoring

Donnerstag 18.01.2018
Uhrzeit: 16:00 – 17:00 Uhr
Ort: alumni & Career Center Veranstaltungsraum, Geisorfgürtel 21, 1.Stock, 8010, Graz
Sie sind Studierende der Uni Graz und hätten für Ihre Berufsorientierungsphase gerne eine branchenerfahrene Person zu Seite? Sie interessieren sich für das Alumni Career Mentoring-programm, wissen jedoch nicht, ob Sie sich bewerben sollen? Bevor Sie sich bewerben, möchten Sie noch ein paar Fragen klären?
Dann kommen Sie zur Infoveranstaltung und erfahren Sie wer sich für das Mentoringprogramm bewerben kann wie der Matching-Prozess abläuft
die Ziele und Nicht-Ziele des Programms Details zum Rahmenprogramm
uvm.
Anmeldung
an alumni@uni-graz.at oder careercenter@uni-graz.at

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol.11

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Nina Bercko, MA

Masterstudium Germanistik
Projektmitarbeiterin
am Institut für Germanistik an der Universität Graz
Mitgründerin
des Start-ups PILZKISTE

Wirtschaftsgeist.com stellt heute – in Kooperation mit alumni Uni Graz – die Germanistin Frau Nina Bercko in der Reihe Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen vor. Mit Ihrem Start-up PILZKISTE will sie gemeinsam mit Ihren Mitstreiterinnen Mercedes Springer und Jasmin Kabir auf nährstoffhaltigen Kaffeesatz – rund sechs Tonnen davon werden an einem durchschnittlichen Tag in Graz produziert – Austernpilze züchten.

Wie die Idee entstanden ist und wie man sich bei diesem Crowdfunding-Projekt auch selbst einbringen kann, verrät Germanistin Nina Bercko im Alumna des Monats-Interview.

Karrierewege in der Kunst – Teil 4

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Vom Jazz zum Online-Marketing

Stefan Kleinberger hat am Privatkonservatorium Prayner in Wien E-Bass studiert, ehe er an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz wechselte um dort mit Kontrabass und IGP sein Studium fortzusetzen. Schon während dieser Zeit wurde ihm bewusst, dass er zwar sehr gerne musiziert, es im Leben aber doch mehr gibt. So war es ihm wichtig einen Schritt „aus der Blase, in der sich Kunstuniversitätsstudierende oft befinden“ hinaus zu tätigen und sich abseits der Musik in mannigfaltigen Jobs zu versuchen und somit seinen Horizont zu erweitern sowie seinen persönlichen Erfahrungsschatz zu bereichern

Stefan Kleinberger

Neben diesem Ausbrechen aus dem gewohnten Umfeld, hat er sich schon während seiner Studienzeit um die Organisation und das Booking seiner Bands gekümmert. Es kam ihm der Gedanke, dass in diesem Bereich ebenso eine seiner Stärken liegt und sich dort viel Entwicklungspotenzial befindet. Im Zuge dieser Entwicklungen kam ihm folgende Erkenntnis: „Das ständige Üben, um auf einem gewissen Niveau zu bleiben ist in der Musik und diesem Business unumgänglich, aber es ist eben nicht alles im Leben.“ Somit entschied er sich, dass er „unbedingt mal raus“ musste. Sein erster Weg führte ihn an ein Schweizer Orchester, wo er ein Praktikum für Marketing und Presse absolvierte.

Hier trat eine weitere seiner Stärken zum Vorschein: seine technische Affinität. Schon bei Aufnahmen im Studio mit seiner Band konnte er seine Begeisterung dafür ausleben und ebendiese Affinität half ihm dabei, sich schnell an die Anforderungen und Herausforderungen des neuen technischen und digitalen Umfeldes anzupassen und neue Aspekte aus seinen Studien einzubringen. Nach diesem Praktikum ging es für ihn als Marketingverantwortlichen an das TAK Theater Liechtenstein und in den Sommermonaten nach Lateinamerika und Asien, wo er vor Ort Organisationen im Tourismusbereich betreute. Nach einem Master im Kulturmanagement und einer Ausbildung im Online-Marketing wurde er als Digital Manager bei den Wiener Symphonikern angestellt, wo er sich um deren Homepage, Online Werbung und die Social Media Kanäle bemüht. Dem nicht genug, macht er berufsbegleitend einen Master in Public Communication an der FH Joanneum in Graz um sich fortzubilden und neue Inputs zu bekommen.

Die Arbeit ist eine Herausforderung, da sie vor allem Überzeugungsarbeit ist: „Viele im Kulturbetrieb sind gegenüber der Online-Vermarktung noch skeptisch. Das liegt mitunter daran, dass sich der Kulturbereich nur langsam bewegt. Die Wirtschaft ist im Gegenteil dazu viel schneller und setzt neue Trends unmittelbarer um.“ Die musikalische Ausbildung hilft ihm im Gespräch mit Personen aus dem Kulturbetrieb. Man kann sich auf einer Ebene austauschen und wird als verständige Person sowohl im künstlerischen, als auch im online-Bereich wahrgenommen. Seiner Ansicht nach wird auch der Wirtschaft immer mehr bewusst, dass es kreative Menschen im Marketing braucht, weswegen auch Kunststudierende mit einer Zusatzausbildung im Marketing oder Management für diese Berufssparte interessant sein können. Wichtig ist jedoch, dass man aus seiner Blase und seinem gewohnten Umfeld ausbricht und mit offenen Augen durch die Welt geht, um die sich bietenden Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.

Text: Martin Schönbauer/KUG

Karrierewege von GeisteswissenschafterInnen Vol. 10

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Dr. Bettina Habsburg-Lothringen

Seit 2014 ist sie die Chefin der größten historischen Waffensammlung der Welt: Worin Bettina Habsburg-Lothringen die heutige Rolle des Landeszeughauses sieht, was die Besucherinnen und Besucher im neugestalteten Museum im Palais erwartet und warum sie den wieder erstarkten Kontakt zu ihrer Alma Mater besonders schätzt, verrät die Historikerin im „Alumna des Monats“-Interview.

Studium der Geschichte und Deutschen Philologie, Universität Graz
Seit 2010: Leitung der Museumsakademie | Universalmuseum Joanneum
Seit 2014: Leitung der Abteilung Kulturgeschichte im Universalmuseum Joanneum: Museum im Palais, Landeszeughaus, Volkskundemuseum, Multimediale Sammlungen und Museumsakademie