Kooperation

Die Bücherwaschmaschine – Kooperation von Kunst und Naturwissenschaft hilft Kulturgüter zu erhalten

Gepostet am Aktualisiert am

Der Wirtschaftsgeist-Blog möchte diesmal auf eine herausragende Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaft und Kunst hinweisen.

© Uni Graz / Lunghammer
© Uni Graz / Lunghammer

Das Forschungsteam um Chemiker Prof. Volker Ribitsch von der Uni Graz haben gemeinsam mit der Restaurationsexpertin Dr. hab. Patricia Engel von der Donau-Universität Krems eine neue Methode und Anlage entwickelt, mit deren Hilfe Kulturgüter großflächig und kostengünstig von der Zerstörung bewahrt werden können. Es handelt sich dabei um eine so genannte Bücherwaschmaschine. Mit dieser Anlage werden alte Bücher und Dokumente, die zwischen 1850 und 1950 produziert wurden, restauriert.

Aufgrund der damals bedingten Produktionsbedingungen – so wurde Alaun als Hilfsmittel bei der Papierproduktion eingesetzt – kommt es zur sprichwörtlichen Auflösung des Papiers. Eines der Zerfallsprodukte ist Schwefelsäure, die wiederum die Zellulose zersetzt.

Die Technologie wurde jetzt für den Fast Forward Award 2017 nominiert. Der Wirtschaftspreis des Landes Steiermark wird für innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen von steirischen Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen vergeben. Man kann jetzt für dieses und weitere interessante Projekte unter www.ffa.at/vote seine Stimme abgeben.

Einen ausführlichen Bericht über die Bücherwaschmaschine findet sich in der Zeitschrift UNIZEIT.