Wissenstransfer – QUO VADIS?

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Was bedeutet der Begriff „Wissenstransfer“ überhaupt – und wie sehen aktuelle Trends in diesem komplexen Themenfeld aus? Damit beschäftigen sich Daniel Wutti und Markus Hayden von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt im Rahmen einer umfassenden Studie. Im Wirtschaftsgeist-Interview verraten sie uns erste Ergebnisse und erklären, welche Rolle die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften dabei spielen.

Wir haben im Frühjahr über Eure Initiative zur Definition des Begriffs „Wissenstransfer“ berichtet. Seither habt Ihr eine aufwändige Studie zum Thema erstellt. Könnt Ihr kurz erläutern, worum es dabei geht und was in den vergangenen Wochen passiert ist?
Wir haben in einer Umfrage mehrere Ziele auf einmal verfolgt:
Zu aller erst wollten wir wissen, welche Begriffe Forscherinnen und Forscher implizit mit dem Thema Wissenstransfer verbinden. Zudem haben wir uns auch angeschaut, welche Komponenten sie explizit mit der Thematik verknüpfen. In einem weiteren Schritt haben wir eruiert, welche Motivatoren es für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gibt, Wissenstransfer zu betreiben und welche Hindernisse häufig auftreten. Der letzte Teil der Erhebung bestand aus einem umfangreichen Fragebogen zu Bewertung von Wissenstransfer, wie etwa im Hinblick auf Nutzen, Möglichkeiten sowie Stellung innerhalb der Scientific Community.
Im Speziellen waren wir auch daran interessiert, ob es zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen – beispielsweise zwischen den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften auf der einen und den naturwissenschaftlichen und technischen Studien auf der anderen Seite – Unterschiede in Verständnis und Zugang zur Thematik des Wissenstransfers gibt.
Unsere Daten haben wir im Frühjahr an den Universitäten in Kärnten und der Steiermark erhoben. Seit damals sind wir vordergründig mit der Auswertung beschäftigt.

Was sind grundlegende Ergebnisse Eurer Studie – bzw. welche zentralen Aussagen lassen sich aus der Studie jetzt bereits treffen?
Die Auswertungen sind aktuell noch nicht abgeschlossen, da es eine Fülle an Daten gibt – sowohl quantitativer als auch qualitativer Natur.
Was wir aber schon sagen können ist, dass es ein großes Interesse an der Thematik gibt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler messen Wissenstransfer einen hohen Stellenwert und einen großen Nutzen zu. Vor allem der gegenseitige Austausch mit Expertinnen und Experten in praktischen Feldern wird als produktiv bewertet. Zeitgleich haben die Forscher_innen allerdings auch das Gefühl, dass innerhalb der Scientific Community nur wenig Wert darauf gelegt wird. Das bedeutet unter anderem auch, dass für die Karriere nach wie vor fast ausschließlich die „klassischen“ Leistungen, wie etwa Veröffentlichungen und Vorträge vor wissenschaftlichem Publikum zählen. Wissenstransferleistungen werden nach Meinung der Befragten hingegen kaum gewürdigt. Dabei ist Wissenstransfer für beide Seiten von Vorteil: das universitäre Wissen kommt in praktische Felder und findet dort Anwendung, andererseits fließt aber auch Praxiswissen zurück an die Universitäten. Nicht zuletzt werden auch gegenwärtig bedeutende Themen aus der Praxis von Forscherinnen und Forschern aufgegriffen. Somit profitieren alle Beteiligten.
Was die wesentlichen Teilkomponenten des Themas Wissenstransfer anbelangt, so deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass einige Bereiche kaum Beachtung bekommen. Die universitäre Lehre wurde beispielsweise von der überwiegenden Mehrheit der Befragten als essentiell benannt, wohingegen andere Faktoren, wie etwa Patentierungen – die sogar als Wissenstransferleistungen in den Wissensbilanzen der Universitäten erfasst werden – deutlich seltener sowohl implizit als auch explizit mit dem Thema Wissenstransfer verknüpft wurden.
In diesem Zusammenhang ist es jedoch wichtig anzumerken, dass die Forscherinnen und Forscher, die an unserer Erhebung teilgenommen haben, zum Großteil den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften zuzurechnen sind. Es könnte durchaus sein, dass der niedrige Anteil an technischen- und Ingenieurswissenschaftler_innen die Ergebnisse etwas verzerrt hat. Darauf wollen wir im nächsten Schritt, einer österreichweiten Studie, besonderes Augenmerk legen.

Am 5. Oktober gab es ein universitätsübergreifendes Treffen in Graz, bei dem Ihr erste Ergebnisse Eurer Studie präsentiert habt. Wie haben die TeilnehmerInnen reagiert, die ja aus unterschiedlichen Bereichen kamen – von den Geisteswissenschaften über Medizin bis hin zur Technik?
Die Ergebnisse wurden von den Anwesenden mit Interesse angenommen. Der Wert unserer Arbeit liegt wohl auch darin begründet, dass wir das Thema wissenschaftlich bearbeiten. Innerhalb des Wissenstransferzentrums Süd, wo es ansonsten viele interessante und innovative praktische Tätigkeiten und Projekte gibt, ergänzen wir also den thematischen Bereich aus einer theoretischeren Sichtweise. Uns ist es ausdrücklich wichtig, verschiedene Disziplinen an der Forschung miteinzubeziehen, daher haben wir uns auf eine interdisziplinäre Diskussion gefreut. Die Diskussion zeigte, dass die Zeit reif ist für solche übergreifende Initiativen – wir stehen noch am Anfang, das universitätsübergreifende Treffen in Graz hat aber gezeigt, dass es sinnvoll ist, breiter anzulegen. Diskussionsbedarf gab es insbesondere bei dem Thema „Kennzahlen zu Wissenstransfer“. Es geht um die bedeutende Frage, wie Wissenstransfer-Leistungen adäquat in Forschungsbilanzen und Leistungsvereinbarungen abgebildet werden könnten, ohne ihr Kreativitätspotenzial zu gefährden. Die Diskussion war fruchtbar und wir konnten gute nächste Schritte planen.

Mit dem Wirtschaftsgeist-Blog sind wir an der Schnittstelle GSK/Wirtschaft angesiedelt. Daher interessiert uns, ob Eure Studie auch über diesen speziellen Bereich Aufschluss gibt. Wie sehen Geistes-, Sozial- und KulturwissenschafterInnen den Wissenstransfer zur Wirtschaft? Gibt es eine solche Art des Wissenstransfers überhaupt?
Ja, Wissenstransfer wird auch in den GSK-Disziplinen betrieben. Allerdings stehen häufig andere Themenkomplexe im Vordergrund, als jene, die bisher in Kennzahlen abgebildet werden. Erkenntnisse der GSK-Wissenschaften lassen sich in der Regel nicht in Form von Patenten vermarkten und führen häufig auch nicht zu sog. „Spin-Offs“. Dennoch gibt es etwa im Bereich von Praxisforschung bzw. daraus entstehenden Fortbildungen für Praktiker_innen klare Überschneidungsbereiche. Auch sollte nicht unterschätzt werden, dass den GSK-Fächern oftmals eine bedeutende Rolle im Hinblick auf Bewusstseinsbildung, sowohl im politischen, wie auch im volkswirtschaftlichen Sinn zukommt. Luk Van Langenhove, der Leiter des Institute on Comparative Regional Integration Studies der United Nations University in Bruges, Belgium forderte 2012 sogar in einem Nature Artikel dazu auf, diese Ausrichtung weiter zu forcieren.

Welchen Nutzen seht Ihr im Wissenstransfer zwischen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und der Wirtschaft?
Diese spezielle Art des Wissenstransfers ist leider aktuell in vielen Belangen noch stark unterschätzt, obwohl GSK-Wissenschaftler_innen in den unterschiedlichsten Branchen einen großen Mehrwert leisten können und auch der Rückfluss von Informationen aus der Wirtschaft an die Universitäten nicht unterschätzt werden sollte. Dementsprechend ist unserer Ansicht nach ein stärkeres Zusammenarbeiten zwischen Forscher_innen und Wirtschaft nicht nur in den eben schon beschriebenen Themengebieten durchaus zu forcieren.

Wie sieht die Zukunft Eurer Wissenstransfer-Studie aus? Was habt Ihr damit vor?
Zu aller erst einmal haben wir die Erhebung in leicht abgeänderter Art und Weise nun auch an den anderen österreichischen Universitäten gestartet. Wir möchten somit ein möglichst repräsentatives Ergebnis für Österreich erhalten.
Unsere Studie sehen wir gewissermaßen als explorativ an. Die Daten sollen dementsprechend natürlich auch eine Grundlage bilden, auf die sich weitere Arbeiten stützen können. Bisher gibt es beispielsweise noch keine einheitliche Definition von Wissenstransfer – weder interdisziplinär noch innerhalb bestimmter Disziplinen wie etwa den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen vermehrt für diese Thematik sensibilisiert werden. Viele bedeutende Förderinstitutionen wie etwa der FWF oder Horizon 2020 verlangen ja inzwischen explizit, Wissenstransfer in Forschungsprojekte mit einzubeziehen, beispielsweise indem der Dissemination oder Open Access besondere Aufmerksamkeit zukommt. Zugleich wird aber Wissenstransfer an den Universitäten, wo vordergründig „Science to Science“ zählt, noch recht stiefmütterlich behandelt. Es ist ein Ungleichgewicht, wenn Universitäten und die dort betriebene Forschung öffentlich finanziert werden, die Ergebnisse aber nur innerhalb der Scientific Community bleiben. Wissenstransfer kann hier Abhilfe schaffen. Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse diesbezüglich einen Beitrag zur Sensibilisierung leisten können. Im Bereich der GSK-Wissenschaften geht es auch darum, Wissenschafter_innen zum Wissenstransfer zu ermutigen: vieles, was bereits getan wird, ist gewiss Wissenstransfer zuzuordnen, allerdings findet es aktuell keinen Eingang in Leistungsvereinbarungen, es wird nicht gewichtet. Hierbei geht es darum, Qualitätskriterien zu finden, um schlussendlich auch diese Leistungen adäquat abbilden zu können.
Was die Veröffentlichung der Ergebnisse anbelangt, so möchten wir natürlich auch dem von uns selbst proklamierten Weg treu bleiben und streben dementsprechend einen Open-Access-Weg an. Darüber hinaus werden die Ergebnisse im Rahmen der Wissenstransferzentren publik gemacht und auch kritisch diskutiert. Damit soll und wird der Prozess aber noch nicht am Ende stehen. Viele wesentliche Schritte kommen erst im Anschluss. Dazu zählt vor allem auch die Diskussion der Ergebnisse mit dem Ministerium und den unterschiedlichen Universitäten.

Interview/Text: Roland Reiter

Wirtschaftsgeist Workshop 2.0

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Aufgrund des großen Erfolgs des ersten WIRTSCHAFTSGEIST-Workshops lädt das WTZ Süd bereits am 2. Dezember 2016 zur zweiten Ausgabe der Veranstaltung! JETZT ANMELDEN!

WIRTSCHAFTSGEIST_web_
WER?
Zielgruppe:
Studierende der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und der Künste an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Alpen-Adria Universität Klagenfurt und an der Kunstuniversität Graz.
Start-ups aus unterschiedlichen Bereichen

WAS?
Der WIRTSCHAFTSGEIST Workshop bringt Studierende der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und der Künste mit AkteurInnen aus der Wirtschaft zusammen. Studierende, die Interesse an einer wirtschaftlichen Berufsperspektive haben, treffen auf junge UnternehmerInnen, um einander kennenzulernen und gemeinsam an einer Challenge zu arbeiten.

WOFÜR?
Es entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Während die Studierenden einen Einblick in die Wirtschaftswelt erhalten, lernen Start-ups die vielseitige Expertise von Studierenden im geisteswissenschaftlichen Bereich kennen und profitieren von deren kreativen Problemlösungsansätzen.

WIE?
Für jedes teilnehmende Start-up wird ein interdisziplinäres Studierenden-Team gebildet. Gemeinsam mit dem Start-up arbeitet jedes Team an einer Challenge. Dabei werden Lösungsansätze aus den unterschiedlichen Disziplinen kombiniert. Ein Kreativcoach gibt dabei wertvolle Impulse und vermittelt nützliche Kreativitätstechniken, um die einzelnen Workshop-Projekte zu optimieren.

WANN & WO?
Freitag, 02. Dezember 2016, 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Ort: Performancesaal der Kunstuniversität Graz, Reiterkaserne EG, Leonhardstraße 82-84, 8010 Graz
Weitere Informationen und Anmeldung: wirtschaftsgeist@uni-graz.at
Anmeldefrist für Studierende und Start-ups: 29. November 2016

Karrierewege von GeisteswissenschafterInnen – Vol. 4

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Auf die Stifte fertig los…

ruft Christina Boiger und alle beginnen zu schreiben. Christina ist Schreibtrainerin – und außerdem Germanistin, Romanistin und Slawistin.

Als Schreibtrainerin ist sie auf verschiedensten Ebenen tätig. Zu ihren Hauptkunden zählen Hochschulen, etwa die Uni Wien, die FH Wien der WKW, die PH Salzburg, das WIFI Burgenland und natürlich all jene, die Unterstützung beim Schreiben suchen. Auf der anderen Seite stehen Firmenkunden mit ihren individuellen Aufträgen. „Bei den Firmen geht es vorrangig um Alltagstexte“, erklärt Christina, „zum Beispiel um den Bericht, den man für den Chef schreibt. Im Prinzip sind das die gleichen Strategien, die man auch an der Hochschule verwendet, wenn man wissenschaftliche Arbeiten schreibt“. Christina hält zudem Gastvorträge, leitet Workshops und bildet an der Universität Wien SchreibmentorInnen aus.
Dass sie mit sehr unterschiedlichen Textsorten zu tun hat, liegt auf der Hand: „Ich habe gelernt Texte zu analysieren, auf sprachwissenschaftlicher und literaturwissenschaftlicher Basis. Ich weiß, welche Register wann idealtypisch verwendet werden, und ich kann aus diesen Faktoren mein eigenes Modell für einen Text bauen. Was ich im Studium gelernt habe, ist die Basis für das, was ich jetzt tun kann – aber es hat mir niemand gesagt, dass ich das kann. Ich glaube, dass ich auch nicht reif genug war, das zu verstehen. Mir hat im Studium der Transfer gefehlt. Ich habe dort Texte analysiert, habe aber nicht gewusst, wie ich diese Fähigkeit verwenden kann und dass sie auch gebraucht wird.“

Christina Boiger / Foto-Credit: Christine Weinberger – fotograzie
Christina Boiger / Foto-Credit: Christine Weinberger – fotograzie

Begonnen hat alles im Jahr 2000 mit einem Lehramtsstudium (Spanisch, Deutsch) in Graz. Christina hätte zwar von Beginn an lieber Russisch studiert, doch Deutsch erschien damals als die sicherere Variante, um später auf dem anvisierten Arbeitsmarkt – der Schule – bestehen zu können. Während des Probejahrs im Schuljahr 2004/05 am Gymnasium in Kapfenberg wurde ihr jedoch klar, dass sie nicht ihr weiteres Leben an einer Schule unterrichten wollte. Also begann sie im Herbst 2005 bei Kaipo, einem Unternehmen, das für das AMS Steiermark Bildungsförderungen bearbeitete: Im Rahmen einer EU-Förderung wurde bestimmten Personengruppen der Kursbeitrag oder Anteile davon gefördert. Also gab Christina Anträge in Systeme ein, prüfte die Kursabsolvierung und die Fördermöglichkeiten. Doch diese Arbeit als Sachbearbeiterin füllte sie nicht aus. Schließlich begann sie nebenbei Russisch zu studieren: „Das, was ich von Anfang an wollte“ schmunzelt Christina.
Nach einem Jahr als Sachbearbeiterin wechselte sie zum Unternehmen BDI – BioEnergy International AG. Ausgeschrieben war damals zwar eine Stelle als Sekretärin mit Französischkenntnissen, doch Christinas Auftritt überzeugte. Sie begann als Assistentin im Vertrieb und bekam mit der Zeit immer mehr Aufgaben übertragen. So koordinierte sie etwa Kongresse und unterstütze die Firma auch im Marketingbereich: „Das war der Moment, in dem ich feststellte: Ich kann vieles anwenden. Mir wurde klar, dass ich mich weiterentwickeln möchte und dass ich es kann.“ Nach fast 5 Jahren im Betrieb kündigte sie, begann die Ausbildung zur Schreibtrainerin in Wien und beendete ihr Bachelor-Studium in Russisch. Parallel dazu arbeitete sie ab 2011 an der FH CAMPUS 02 in Graz als stellvertretende Leiterin des Instituts für Hochschuldidaktik im Bereich der Qualitätssicherung. Dann wurde das Institut, an dem ich gearbeitet habe, geschlossen. Das war nun die Chance: Das Schreibtraining hatte ich ja schon nebenberuflich aufgebaut und ich dachte, so, das ist jetzt der Moment“, erzählt Christina.

Seit 2014 ist Christina Boiger nun hauptberuflich als selbständige Schreibtrainerin tätig und glücklich mit ihrer Entscheidung: „Man lernt sehr viel über unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Organisationsformen und Strukturen. Ich habe so einen bunten, abwechslungsreichen Alltag, dass ich manchmal nicht weiß, ob es nun wirklich nur ein einziger Beruf ist.“
Nachdem der Markt nicht sonderlich gut erschlossen ist, bleibt auch die Konkurrenz überschaubar: „Unter den SchreibtrainerInnen gibt es eher ein kollegiales Austauschen als Konkurrenzkampf, da jede/jeder eine andere Spezialisierung hat. Die Schreibtechniken stammen größtenteils aus dem englischsprachigen Raum, weshalb viele SchreibtrainerInnen aus dem Bereich der Anglistik oder Amerikanistik kommen. Ich bin den klassischen Weg über die Germanistik gegangen und habe mich auf Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung spezialisiert – da bin ich die Einzige. Der Markt ist demnach wunderbar aufgeteilt“, erklärt Christina.

Betriebswirtschaftliches Knowhow erlangte sie durch ihre Jobs in Unternehmen, jedoch im „learning by doing“ -Modus. Manche Sachverhältnisse sind trotzdem nicht klar, da hilft auch keine absolvierte Unternehmerprüfung: „Für diese Dinge gibt es einen Steuerberater. Alles, was ich nicht selbst erledigen kann – oder will –, wird ausgelagert. So spare ich Energie und Zeit.“
Angehenden GeisteswissenschafterInnen rät sie: „Mut zu haben, das zu tun, was man ursprünglich wirklich tun wollte, denn: Man soll sich seine Wünsche erfüllen.“
Auch wenn es der Wunsch ist, Stifte auf dem Papier tanzen zu lassen.

Nähere Informationen zu Christinas Programm, der Strategie „Auf die Stifte, fertig, los!“ und ihren Workshops findet man unter „Schreiben mit Chribs“.

Text: Birgit Nikzat

Mut zum Jobwechsel

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Kürzlich haben wir die Bloggerin Jennifer Warkentin vorgestellt und interviewt. In ihrem aktuellen Blogbeitrag auf Geistesfindung schreibt sie über die Chancen und die positiven Effekte, die sich ergeben, wenn man Mut zum Jobwechsel beweist.
Link zum Artikel

„Wirtschaftsgeist“ trifft auf „Geistesfindung“. Die Bloggerin Jennifer Warkentin im Interview.

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Seit März 2015 begeistert Jennifer Warkentin, M.A., mit dem Blog Geistesfindung ihre Leserschaft mit lebhaften, authentischen Schilderungen persönlicher Erfahrungen an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften und Wirtschaft. Im Wirtschaftsgeist-Interview spricht die in Hamburg wohnhafte HR-Managerin über ihre vielseitige Laufbahn und motiviert GeisteswissenschafterInnen, die vermeintlich „böse“ Wirtschaftswelt zu erkunden.

Frau Warkentin, möchten Sie uns ein bisschen zu Ihrem akademischen und beruflichen Background verraten?
Nach einem abgebrochenen Musikstudium für Jazzklavier, habe ich nun einen Magisterabschluss in Deutsch als Fremdsprache und Amerikanistik. Seit 2009 habe ich meinem Abschluss in der Tasche, hatte aber bereits während des Studiums angefangen zu arbeiten. Ich habe schon so einiges in meinem Leben beruflich mitgemacht, von freier Jazzpianistin bis hin zur pädagogischen Leiterin einer Sprachschule war alles dabei. Jetzt arbeite ich in einem Spezialbereich in der Personalabteilung und kümmere mich um Mitarbeiterentsendungen. Das bedeutet, dass unser Team zum Einsatz kommt, wenn feststeht, dass ein Mitarbeiter im Auftrag des Unternehmens in ein anderes Land „entsendet“ wird. Wir kümmern uns um die Vertragsgestaltung, die Klärung von steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Fragen und die Einholung der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Außerdem koordinieren wir die Wohnungs- und Schulsuche, bedenken Themen wie Wechselkursschwankungen und ob das Gehalt im Heimat- oder Gastland ausgezahlt wird, organisieren über Dienstleister den Umzug oder ein interkulturelles Training usw. Mein heutiges Berufsfeld habe ich hier genauer erklärt, wie ich vorab als Quereinsteiger auf der Dienstleisterseite in diesem Bereich gearbeitet habe, beschreibe ich hier.

Jennifer Warkentin
Jennifer Warkentin

Geisteswissenschaften und Wirtschaft werden oftmals als Gegensätze betrachtet. Wie haben Sie das wahrgenommen? Wie sieht das in Ihrem Umfeld aus?
Ich selbst habe mir unter der freien Wirtschaft immer was diffus Böses vorgestellt. Aus irgendeinem Grund schwebten mir gleich geldgierige Bankiers vor, die nur den Profit vor Augen hatten und von glitzernden Marmorhäusern in ihre Yacht umsteigen. Dieses Bild hat sich erst im Laufe der Zeit bei mir geändert. Vor allem, als mir langsam klar wurde, dass auch NGOs und gemeinnützige Vereine in irgendeiner Weise mit Geld umgehen müssen und dass Profit an sich nichts Böses ist, wenn man ihn klug erwirtschaftet. Wir alle müssen auf irgendeine Weise Geld verdienen. Ob wir ethisch vertreten können, was mir beruflich tagtäglich zu entscheiden haben, ist natürlich eine ganz andere Frage.
Leider begegne ich öfter Geisteswissenschaftlern, oft auch frischen Absolventen oder noch Studierenden, die eine sehr ablehnende Haltung gegenüber der freien Wirtschaft haben. Euch kann ich nur einladen der freien Wirtschaft einfach mal eine Chance zu geben. Sie zu erkunden und zu sehen, ob sie wirklich so „böse“ ist, ob der Mensch wirklich so schnell aus den Augen verloren wird, ob ethische Fragen völlig untergehen und es wirklich immer nur darum geht sich mehr Geld in die eigene Tasche zu scheffeln.
Grundsätzlich habe ich bisher noch nicht erlebt, dass man sich mir ablehnend gegenüber verhalten hat, weil ich Geisteswissenschaften studiert habe, aber das lag sicher auch daran, dass ich mir nicht zu schade war zum Beispiel Excel zu lernen oder im Logistikbereich Berechnungen von Volumen, Gewicht und Volumengewicht tagtäglich meisterte. Offenheit ist das Zauberwort.

Sie sind im HR-Bereich eines Unternehmens im Bereich Energieversorgung, -handel und –logistik tätig. Trifft man in diesem Umfeld auf andere GeisteswissenschafterInnen?
Bei meinem jetzigen Arbeitgeber gibt es einige weitere Geisteswissenschaftler in der Personalabteilung. In den anderen Abteilungen muss ich gestehen, habe ich noch nicht so oft gefragt, was jemand studiert hat.
Meine grundsätzliche Beobachtung ist, dass es in vielen Bereichen Geisteswissenschaftler gibt. Typischerweise sind sie entweder bei Schnittstellen tätig, wenn es darum geht zu koordinieren und organisieren (wie zum Beispiel Projektmanagement oder Assistenztätigkeiten) oder wenn es um Kommunikation geht (z.B. Kundendienst, Vertrieb). Ich habe auch schon einen Literaturwissenschaftler kennengelernt, der heute Versicherungsspezialist ist. Es gibt auch einige, die sich den technischen Anteil ihres Berufes komplett selbst angeeignet haben oder in neueren Berufsfeldern arbeiten wie dem Social Media Manager oder Fundraiser.

Seit wann gibt es den Blog „Geistesfindung“ – und was war Ihre Motivation dahinter?
Meinen Blog gibt es seit anderthalb Jahren, seit März 2015. Damals begann ich den Blog, als ich mal wieder arbeitslos war und in ein ziemliches Loch fiel. Ich weiß nicht genau, warum mich die Bewerbungsphase damals so extrem belastete, aber um mir den Tag zu strukturieren, schrieb ich zu Beginn jeden Werktag einen Beitrag. Ich erhoffte mir durch den Blog Austausch mit anderen Leidwesenden und brauchte Abwechslung, wenn ich wieder stupide vor dem Rechner saß und geduldig Stellen für Geisteswissenschaftler suchte. Außerdem hoffte ich, dass durch meine Schilderungen jemand sich etwas beim eigenen Berufseinstieg mitnehmen würde. Da ich auch fünf Jahre lang mit zwei Standbeinen selbstständig war, gab ich auch zu diesem Thema im Blog Tipps weiter.
Heute schreibe ich durchschnittlich einen Beitrag pro Woche. Ich möchte weiterhin mit persönlichen Berichten anderen Mut machen, ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und Tipps an die Hand geben.

Welche Leute lesen Ihren Blog? Bekommen Sie Rückmeldungen Ihrer Leserschaft?
Grundsätzlich besteht der Großteil meiner Leserschaft aus Studierenden oder Absolventen, die Fragen zum Berufseinstieg haben, es gibt aber auch einige Leser, die bereits fest im Berufsleben stehen und anscheinend einfach gerne meine Beiträge lesen. Reaktionen erhalte ich entweder per Kommentar oder vereinzelt per E-Mail. Manchmal sprechen mich Leser auch über Xing an. Ich freue mich immer, wenn Leute reagieren und kann weiterhin gerne per Kommentar auf dem Blog oder direkt per info at jennywarkentin.de kontaktiert werden.

Welche Tipps würden Sie GeisteswissenschafterInnen geben, die sich Gedanken über ihre berufliche Perspektive machen?
In letzter Zeit beobachte ich, dass bei Unternehmen ein Umdenken stattfindet. Man hat gemerkt, dass Geisteswissenschaftler meist sehr gut ausgebildete Soft Skills haben und die Hard Skills oder benötigten Fachkenntnisse mit ihrer hohen Motivation schnell erlernen. Erst heute habe ich zum Beispiel gelesen, dass Bertelsmann ein neues Traineeprogramm aufgebaut hat, das explizit geisteswissenschaftliche Studenten anspricht.
Lasst euch deshalb nicht reinreden, dass ihr brotlose Kunst studiert. Wenn ihr mit Leidenschaft dabei seid und euch nicht zu schade seid auch mal Fachfremdes auszuprobieren, bin ich mir sicher, dass ihr euer berufliches Plätzchen finden werdet. Bei mir hat es auch sechs Jahre gedauert bis ich sagen konnte beruflich angekommen zu sein. Aber die Geduld hat sich gelohnt. Ich finde es ein unglaublich befriedigendes Gefühl, wenn jemand aufgrund meiner vorbereiteten Unterlagen und meiner Koordinierung des gesamten Prozesses eine Arbeitserlaubnis erhält. Durchhalten lohnt sich!

Vielen herzlichen Dank für das äußerst spannende Interview! Wir freuen uns auf viele weitere Beiträge auf Ihrem Blog Geistesfindung.

Interview/Text: Roland Reiter

Karrierewege von GeisteswissenschafterInnen – Vol. 3

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Wenn man für eine Sache brennt……

stehen viele Türe und Tore offen. Die Grazerin Katharina Lierzer muss es wissen, hat sie doch einen Job gefunden, der ihr unglaublich viel Spaß macht und sie immer wieder aufs Neue herausfordert.
Katharina hat in Graz Sozialpädagogik sowie Europäische Ethnologie studiert und war sehr glücklich mit ihrer Studienwahl: „Das Interdisziplinäre hat mich sehr angesprochen, man kann von beiden Fachrichtungen viel lernen, zum Beispiel den Inklusionsgedanken aus der Sozialpädagogik sehr gut in der Ethnologie anwenden.“ Nach dem Studium fragte sich Katharina wo es hingehen solle und war ein wenig ideenlos – vor allem, weil sie lieber im Kulturbereich bleiben wollte. Sie erklärt, dass es für EthnologInnen kein klar definiertes Berufsfeld gibt: „EthnologInnen und KulturwissenschaftlerInnen haben so viele Kompetenzen – nur müssen sie die erst finden und in der Lage sein zu zeigen, dass sie sie in einem bestimmten Beruf einsetzten können. Das ist die Schlüsselkompetenz die Studierende sich erst mal bewusst machen müssen.“

Eigeninitiative und Kreativität seien daher wichtig um das Richtige für sich zu finden. Katharina hat sich nach dem Studium für Stellen im Bereich der Sozialpädagogik wie auch im Bereich der Ethnologie beworben, wobei es für SozialpädagogInnen definitiv mehr Angebote gab. Eine Zusage für eine Stelle im sozialen Bereich hatte sie schon, doch dann kam alles anders. Die Ethnologin erinnerte sich an ihr Auslandspraktikum das sie während des Studiums in Tansania absolviert hatte. Das Praktikum wurde vom Unternehmen World Unite! organisiert und sie hatte damals auch die Gelegenheit, den Gründer des Unternehmens flüchtig kennenzulernen. Kurzerhand schickte sie ihm nun ihren Lebenslauf und fragte, ob in seinem Unternehmen nicht eine Stelle für sie frei wäre. Die Antwort kam prompt und kurz danach saß Katharina bereits im Flugzeug nach Tokio, um dort eine 5-monatige Einschulung zu absolvieren. Seit 2015 arbeitet sie nun auf selbstständiger Basis für die unterschiedlichen Zweigstellen des Unternehmens im Bereich Kommunikation und interkulturelle Beratung.

Katharina Lierzer
Katharina Lierzer

Bereits während ihres Praktikums lernte sie die Unternehmensphilosophie von World Unite! kennen. Die Organisation widmet sich dem interkulturellen Austausch und weltweitem Lernen. Freiwilligeneinsätze, Praktika, Aktivreisen und kulturelle Lernangebote in verschiedenen Ländern werden organisiert mit dem Ziel, das Verständnis zwischen den Kulturen zu fördern. Auch betätigt sich das Unternehmen in eigenen Entwicklungsprojekten. Katharina erklärt: „Das sind Netzwerke die ohne staatliche Unterstützung funktionieren und auf freiwillige Spenden sowie auf Freiwilligenarbeit angewiesen sind. Diese Projekte werden von einheimischen Menschen geleitet oder arbeiten mit einheimischen Menschen zusammen. Man hat die Möglichkeit sich daran zu beteiligen, und zwar nicht um westliche Standards durchzusetzen, sondern um die Menschen vor Ort in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Das fand ich ganz toll und ich habe sehr viel dabei gelernt. Begriffe wie Engagement, Motivation und Eigeninitiative haben für mich eine ganz neue Bedeutung erhalten.“
Auf die Frage, inwieweit ihre beiden Studien sie auf ihren jetzigen Beruf vorbereitet hatten, meint Katharina: „Ich glaube, dass das Studium ein grundlegendes Werkzeug ist, um dir Inhalte anzueignen und Prozesse zu verstehen. Bei der Ethnologie kommt dann noch Kulturkompetenz dazu, egal welche Art von Kultur gemeint ist. Ich glaube, du lernst vor allem über dich selbst zu reflektieren, aber das fachliche Wissen musst du dir selbst aneignen. Trotzdem habe ich schon den Eindruck, dass mir mein Ethnologie-Studium ein sehr umfassendes Werkzeug für das Feld, in dem ich heute tätig bin, mitgegeben hat.“
Katharina hat auch während ihrer Studienzeit immer wieder nebenbei gearbeitet und Praktika absolviert, dabei hat sich herauskristallisiert, wo ihre eigenen Kompetenzen liegen. „Wo will man hin, was kann man, was liegt einem? Das sind zentrale Fragen, die man sich stellen sollte“, so Katharina, „und über den eigenen Tellerrand hinausschauen – Mut haben, verschiedene Sachen auszuprobieren. Man darf sich ruhig dem Risiko hingeben, es wird sich was finden.“

Link: http://www.world-unite.de

Text: Birgit Nikzat

Karrierewege von GeisteswissenschafterInnen – Vol. 2

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Die Suche nach dem richtigen Job…

… stellt GeisteswissenschafterInnen vor eine große Herausforderung, meint Maria Eibelhuber. Trotzdem konnte sie mit Eigeninitiative und einem Quäntchen Glück einen Job finden, der ihrem Studium entspricht und in dem sie sich so richtig wohl fühlt. Seit 2014 ist die Kulturanthropologin bei rubicom beschäftigt, einer Agentur für Unternehmensgeschichte. „Das ist eine absolut spannende Arbeit“, so Maria, „ich bin in einem sehr spezifischen Bereich tätig – Beschäftigung mit Geschichte und freie Wirtschaft – das ist eine seltene Kombination. Meine Aufgaben sind vielfältig: Kundenbetreuung, Recherche, Schreiben und Gestalten von Büchern und Ausstellungen, aber auch back office, Angebote erstellen bis hin zur Archivarbeit.“

Maria Eibelhuber
Maria Eibelhuber

Die gebürtige Oberösterreicherin hat an der Karl-Franzens-Universität das Diplomstudium Volkskunde und Kulturanthropologie absolviert und danach den Masterlehrgang Kunst und Recht abgeschlossen. Das Studium der Volkskunde ist zwar recht breit gefächert, doch würden betriebswirtschaftliche Fächer das Studium sinnvoll ergänzen, meint Maria. Als Freifächer wurden ihr Lehrveranstaltungen anderer Fakultäten nicht angerechnet: „Da sollten die Geisteswissenschaften flexibler werden. Es wäre sicherlich wirksam, gewisse betriebswirtschaftliche und juristische Basics vermittelt zu bekommen.“ Maria spricht aus Erfahrung. Nach Abschluss ihres Studiums kehrte sie nach Oberösterreich zurück und begab sich dort auf die Suche nach einer geeigneten Stelle. „Das war schon ein Risiko. Eine gewisse Unsicherheit war immer da und die Frage, wer mich denn am Arbeitsmarkt brauchen kann. Absolventen von anderen Studiengängen haben es da schon leichter, etwas zu finden. Ich habe mich fleißig beworben, in allen Bereichen, und schließlich dann auch Initiativbewerbungen ausgeschickt.“
Vom Unternehmen rubicom hatte sie schon während ihrer Studienzeit in Graz gehört. „Das ist genau das, was ich machen möchte“, dachte sie damals – doch sie hatte sich anfangs keine Chancen ausgerechnet. Zurück in Oberösterreich bewarb sie sich dann doch bei diesem Unternehmen und hatte Glück.

„Im Nachhinein gesehen würde ich ein geisteswissenschaftliches Studium nur in Kombination mit einem anderen Studium machen, etwa BWL oder Jus. Nur mit der Volkskunde war ich orientierungslos, der Masterlehrgang Kunst und Recht hat mir da mehr Selbstvertrauen verschafft.“

Auch Vorurteilen gegenüber dem Studium der Volkskunde und Kulturanthropologie ist Maria begegnet. „Ich habe wegen meiner Studienwahl schon hin und wieder seltsame Blicke geerntet. Aber im Gegensatz zu anderen Studierenden, die sozusagen unter das schützende Dach von ‚Mainstream-Studien‘ flüchteten, bin ich meinen Neigungen und Interessen gefolgt. Auf die Frage, was Maria StudienanfängerInnen raten würde, antwortet sie, dass es ihrer Meinung nach von Vorteil wäre, sich als GeisteswissenschafterIn ein zweites Standbein zu verschaffen, um später am Arbeitsmarkt bessere Chancen auf eine gute Stelle zu haben.

Text: Birgit Nikzat