Karrierewege in der Kunst – Teil 1

Gepostet am Aktualisiert am

Jedem sein Kunstwerk zuhause
Luc Döbereiner macht das möglich. Der Komponist und Forscher aus Berlin fand eine neue Art, seine Werke zu präsentieren. Luc studierte am Institut für Sonologie Den Haag und am Institut für Elektronische Musik und Akustik in Graz, wo er auch promovierte. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit kompositorischen Modellen und erforscht das Verhältnis von Klang und Klangbeschreibungen. Im Lauf seiner Karriere hat er bereits einige Stipendien und Auszeichnungen erhalten, unter anderem eine Förderung vom Wissenstransferzentrum Süd (WTZ Süd). Ziel dieser Förderung war es, die abgeschlossene Dissertation in eine populärwissenschaftliche Publikation zu überarbeiten. Luc entwickelte daraufhin Compression, eine Klanginstallation für Web-Browser, die die akustischen Gegebenheiten des Aufenthaltsortes der HörerInnen miteinbezieht. Luc hatte sich schon vor Erhalt der Förderung mit dem Gedanken auseinandergesetzt, seine Arbeit auf neue Art und Weise zu repräsentieren: „Ich finde es gut, die Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, obwohl das bei künstlerischer Forschung dann nochmals speziell schwierig ist, weil das Wissen ja sowieso – wenn man von Wissen sprechen kann – in den Arbeiten selbst verkörpert ist, oder in der künstlerischen Praxis. Ich habe mir gedacht, ich könnte, basierend auf den Klanginstallationen die Teil meiner Dissertation waren, eine Arbeit machen, die man sich online anschauen kann – man hat dann praktisch ein kleines Kunstwerk bei sich zuhause.“ Seine Arbeit wurde im Artistic Research Catalogue veröffentlicht und ist frei zugänglich. Diese Onlineplattform dient als soziales Netzwerk und Archiv künstlerischer Forschungsergebnisse und findet auch über den akademischen Rahmen hinaus große Resonanz.

Luc Döbereiner
Luc Döbereiner

Obwohl in Österreich die Kultur- und Kunstförderung vergleichsweise gut funktioniert, ist es wichtig, sich sein eigenes Netzwerk aufzubauen. Beispielsweise stellte Luc seine Arbeit auch in einer Facebook-Gruppe vor und erreichte damit ein neues Publikum, wenn auch eines, das im Musik- bzw. Kunstumfeld anzusiedeln ist.

Generell trägt die Veröffentlichung der eigenen Werke und Forschungen zu einem besseren Verständnis auf Publikumsseite bei, denn „dass die Leute nicht verstehen was ich mache, das geht mir schon relativ häufig so.“ Beispielsweise bekommt er des Öfteren die Frage gestellt, welches Instrument er denn im Hauptfach studiert habe.

In der nächsten Zeit arbeitet Luc am Deutschen Studienzentrum in Venedig, danach wird er einige Zeit mit einem Erwin Schrödinger-Stipendium in England forschen, bevor er schließlich zurück nach Graz kommt.

Wer jetzt neugierig geworden ist, der folge dem Link zu „Compression“ und zu Luc Döbereiners Homepage:
https://www.researchcatalogue.net/view/210906/210907
http://www.doebereiner.org

Text: Birgit Nikzat

Perspektive Anglistik/Amerikanistik

Gepostet am Aktualisiert am

Das erfolgreiche Berufsleben von AbsolventInnen nach der Studienzeit
Im Rahmen der Veranstaltung „Perspektive Anglistik/Amerikanistik“ erzählen erfahrene AbsolventInnen von ihrer täglichen Arbeit, der beruflichen Laufbahn und ihren Erfahrungen rund um das Studium. Sie vermitteln somit einen umfassenden Überblick über die Perspektiven nach Studienabschluss.

• Wie gelingt der berufliche Einstieg nach der Universität?
• Welche Erfahrungen machen AbsolventInnen meiner Studienrichtung?
• Und welche Fähigkeiten sind im Berufsalltag besonders gefordert?

Antworten auf diese Fragen – und viele weitere spannende Themen – werden bei „Perspektive Anglistik/Amerikanistik“ präsentiert und diskutiert.

Die Bekanntgabe der Podiumsgäste folgt.
Moderation: Ao.Univ.-Prof. Dr. Klaus Rieser
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Credit: Shutterstock
Credit: Shutterstock

WANN & WO
Dienstag, 26.04.2016, von 17.30 – 19.00 Uhr im HS 06.02, Universitätsplatz 6, EG, 8010 Graz

WEITERE INFORMATIONEN
Beschreibung: https://careercenter.uni-graz.at/de/bewerberinnen/veranstaltungen/?esraSoftIdva=192142

Eine Initiative von alumni UNI graz, Sektion Alumni English & American Studies sowie Uni Career Center.

GEWI Wissenstransfer im Netz

Gepostet am Aktualisiert am

Dialect Cultures. Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Die Datenbank GAMS ist ein erfolgreiches Beispiel für Wissenstransfer im Bereich der Geisteswissenschaften. Sie macht Dialektkunst als ‚work in progress‘ für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.

Die Literarisierung von Mundart erlebte bereits vor 1800 eine erste Blüte und es entstand eine Fülle an inhaltlich, formal und funktional unterschiedlichen Texten. Das Projekt Dialect Cultures erschließt und führt bestehende Forschungsergebnisse und historische Quellen zusammen. Materialgrundlage bildet eine umfassende Sammlung von historischen literarischen Texten und Notenmaterialien aus handschriftlichen oder gedruckten Quellen. Dieses Korpus liegt nun gebündelt, strukturiert und vernetzt vor und soll für ein breites Publikum nutzbar sein.

Teammitglieder Dialect Cultures:
Priv.-Doz. Mag. Dr. Christian Neuhuber
Elisabeth Zehetner, Bakk. BA, MA
Mag. Stefanie Edler
Katharina Forstner, BA
Mag. Dr. Peter Deinhammer
Dipl.-Ing. Alexander Nussbaumer

Forschungsergebnisse und eine Auswahl an Dialektkunst sind im Band Bairisch-österreichischer Dialekt in Literatur und Musik 1650–1900 enthalten, der im Grazer Universitätsverlag erschienen ist:
csm_Bairisch-oesterreichischer_Dialekt_f0ec460ef2

Bildung – Ausbildung – Weiterbildung

Gepostet am Aktualisiert am

Zusatzqualifikationen im Rahmen des Studiums erwerben

Geisteswissenschaftliche Studien vermitteln Kompetenzen und Arbeitstechniken, die über die eigenen Fachgrenzen hinausgehen, das ist weitgehend bekannt. Diese Kenntnisse helfen Absolvent/innen dieser Studienrichtungen dabei, sich rasch in unterschiedliche Bereiche einzuarbeiten und so zu einer vielseitigen Bereicherung in Teams zu werden.

Credit: Helder Almeida/Fotolia
Credit: Helder Almeida/Fotolia

Will man in einer Branche Fuß fassen, ist es von Vorteil, wenn man zudem spezifische Qualifikationen nachweisen kann. So bietet es sich gerade für Geisteswissenschaftler/innen an, im Rahmen der frei wählbaren Lehrveranstaltung innerhalb des Studiums Zusatzqualifikationen zu erwerben. Derzeit kann man aus 13 verschiedenen Programmen wählen. Diese umfassen durchschnittlich 25 ECTS und werden mit einem offiziellen Zertifikat der Karl-Franzens-Universität Graz abgeschlossen.

Das Angebot reicht vom Erwerb von Methoden und Techniken der informationstechnologischen Verarbeitung wissenschaftlicher Quellen und Daten (Informationsmodellierung) bis zu betriebswirtschaftlichen Kenntnissen oder Einführungen in das Verlagswesen (Kulturmanagement). Man kann sich mit Fragen des IT-Rechts und digitaler Wissensrepräsentation befassen (Digitale Wissenschaften), sich praktisch mit Radio, Film oder Printmedien auseinandersetzen (Medienwissenschaft) oder eine der sechs angebotenen Sprachen lernen, was bekanntlich nicht nur die Tür zum Job, sondern die zur Welt öffnet.

Alle Infos für Interessierte finden sich unter: gewi.uni-graz.at/de/zusatzqualifikation

Credit: © Artwork: Roman Klug
Credit: Roman Klug

Karrierewege von GeisteswissenschafterInnen – Vol. 1

Gepostet am

Mag. Claudia Körbler, MA

Absolventin der Translationswissenschaften in den Sprachen Englisch/Spanisch/Deutsch an der Universität Graz

Zwei Jahre als Au-Pair in San Francisco, ein 7-monatiger Studienaufenthalt in Castellón de la Plana und ein Praktikum an der Österreichischen Botschaft in Washington, D.C.: Dass sich ihre Karriere auf internationalem Parkettt bewegen würde, war für Claudia Körbler schon in frühen Jahren klar. Wie sich ihr Weg hin zu ihrer derzeitigen Tätigkeit bei der Weltbank entwickelt hat und wie ihre Pläne als neue Leiterin des alumni UNI graz Chapter WASHINGTON, D.C. aussehen, verrät die gebürtige Burgenländerin im „Alumna des Monats“-Interview.

eKompetenzportfolio. Denn sie wissen, was sie tun

Gepostet am Aktualisiert am

Das Kompetenzprofil von AbsolventInnen geisteswissenschaftlicher Studien ist breit aufgestellt: hohe Recherche- und Textkompetenz paart sich mit logischem Denken, guter Beobachtungsgabe oder ausgeprägten kombinatorischen Fähigkeiten. Dennoch fällt es vielen GeisteswissenschaftlerInnen schwer, die eigenen Fähigkeiten am Arbeitsmarkt gezielt zur Geltung zu bringen, sprich: zu zeigen, was sie können. Eine Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen kennenzulernen, bietet der eKompetenzportfolio Workshop der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer. Hier lernt man nicht nur, was die eigenen Kompetenzen sind, sondern auch wie wertvoll diese sind – gerade für den sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt! Zudem werden die eigenen Fähigkeiten individuell und abseits von Gemeinplätzen beschrieben und elektronisch dauerhaft gesichert – auch nach Studienabschluss stehen einem so die erstellten Textbausteine für Bewerbungsverfahren zur Verfügung.

Credit: Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer
Credit: Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer

Die Geisteswissenschaftliche Fakultät fördert pro Semester zwei dieser Workshops, die speziell auf ihre Studierenden abgestimmt sind. So kann man für den ermäßigten Preis von € 35,- daran teilnehmen. Alle Infos zu eKompetenzportfolios und den Terminen findet man unter: http://portfolio.uni-graz.at/doku.php

Terminaviso: GEISTESWISSEN SCHAFFT WIRTSCHAFT

Gepostet am Aktualisiert am

Uni Graz bringt Geisteswissenschaft und Wirtschaft zusammen

Die zunehmende Vernetzung in einer immer stärker globalisierten Welt erhöht die Anforderungen an Unternehmen in Bezug auf Wettbewerb und Innovation. Daher müssen neue Strategien entwickelt und neue Wege beschritten werden. Gerade geisteswissenschaftliche Studien fördern die selbstständige Arbeit sowie das problemorientierte und vernetzte Denken, Fähigkeiten, die in diesem hochkompetitiven wirtschaftlichen Umfeld unersetzlich geworden sind. Allerdings ist die gegenseitige Wahrnehmung bisher wenig ausgeprägt und so konnte ein Know-how-Transfer allenfalls in Ansätzen entwickelt werden. Daher wollen wir Wege aufzeigen, wie die in einem geisteswissenschaftlichen Studium erworbenen Schlüsselqualifikationen mit den Anforderungen der Wirtschaft intensiver zu verknüpfen sind.

Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops führender Wirtschaftsvertreter und herausragender Doktorandinnen, fortgeschrittener Master- und Lehramtsstudierenden der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität werden anhand ausgesuchter Problemstellungen aus dem wirtschaftlichen Tagesgeschäft innovative Lösungen entwickelt. Dadurch können Potentiale für die Wirtschaft sichtbar gemacht, neue Kontakte geknüpft sowie Verbindungen zwischen Universität und Wirtschaft ausgebaut werden.

„Geisteswissen schafft Wirtschaft“ bietet ausgewählten GEWI-DoktorandInnen sowie fortgeschrittenen Master- und Lehramtsstudierenden die einmalige Gelegenheit, ihre spezifisch geisteswissenschaftlichen Kompetenzen für konkrete Problemstellungen aus der Wirtschaftswelt einzusetzen. Begleitet werden sie dabei von international erfolgreichen Managementpersönlichkeiten.

WANN & WO
Freitag, 22. April 2016, 9:00–12:00 Uhr, Workshop „Wie bewerbe ich mich richtig“ mit ausgewählten Executives, Institut für Geschichte, Attemsgasse 8, Dachgeschoss, SR 39.41
Freitag, 22. April 2016, 14:00-19:00 Uhr, „Business-Simulator“ mit international erfahrenen Executives, GEWI-Sitzungszimmer (Universitätshauptgebäude, EG )

BEWERBUNG
Tabellarisches Kurzprofil mit den wichtigsten persönlichen Daten, einem aussagekräftigen Satz zur eigenen Person und einem Foto (max. 1 Seite, Times New Roman, Schriftgröße 12, 1,5 Zeilen Abstand) bis spätestens 4. März 2016 an die Initiatorin des Events, Frau Univ.-Prof. Dr. Renate Pieper: renate.pieper@uni-graz.at.
Frau Prof. Pieper lädt die besten BewerberInnen zu einem persönlichen Auswahl-Gespräch am Freitag, 11. März 2016, ein und hält einen gemeinsames Koordinationstreffen am Montag, 14. März 2016, von 17.00 bis 18.00, ab.

Uni Graz/Lunghammer
Credit: Uni Graz/Lunghammer

„Geisteswissen schafft Wirtschaft“ ist eine Kooperation der Karl-Franzens-Universität Graz: Prof. Dr. Renate Pieper (Institut für Geschichte), Career Center, DocService, Forschungsmanagement, Dekanat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät und der Österreichischen Hochschülerschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz, sowie Dr. Andrea Schulze-Moews (LAB Company).