Ethik

Einladung zum Dialogforum des Netzwerk Lebensende

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Interdisziplinäres Dialogforum Mensch und Endlichkeit

In der Begleitung des Menschen am Lebensende sind gegenwärtig auf vielen Ebenen weitreichende Verbesserungen zu beobachten: die Verfügbarkeit neuer medizintechnischer Hilfsmittel ebenso wie neue Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Ethik und Recht, und nicht zuletzt die Ausweitung der Angebote der Palliativversorgung und der Hospizbewegung.
Zugleich mit diesen Entwicklungen vollzieht sich eine zunehmende Verwaltung und Bürokratisierung der letzten Lebensphase sodass der Freiraum für individuelle Gestaltungen Gefahr läuft, wohlmeinenden verwaltungstechnischen und qualitätssichernden Prozeduren ausgeliefert zu werden.
Die bedürfnisgerechte Gestaltung des letzten Lebensabschnitts erfordert einen wissenschaftlichen Dialog, der von der Offenheit gegenüber allen Disziplinen sowie der Unabhängigkeit von institutionellen Interessen getragen ist – in der Wissenschaft wie in der Versorgung.

Zeit: 13. – 15. September 2017
Ort: Seminarzentrum Schloß Goldegg, Pongau
Anmeldung zum Frühbuchertarif bis 31. Juli 2017 unter: netzwerk-lebensende@medunigraz.at
Informationen unter: www.netzwerk-lebensende.at, Veranstaltungsfolder

 

Neue Publikation des WTZ Süd: Entscheidungen am Lebensende

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Im Rahmen des WTZ Süd wurde im Oktober 2014 das „Transdisziplinäre Forschungs- und Kompetenznetzwerk Lebensende“ gestartet. Gerade die vielschichtigen Fragestellungen zum Thema Lebensende lassen sich nicht mit einem monodisziplinären Zugang adäquat erfassen. Sie betreffen neben den medizinischen Fächern eine Reihe weiterer Disziplinen, wie etwa Rechts- und Sozialwissenschaften, Psychologie, aber auch theologische und philosophische Ethik. Deshalb sind transdisziplinäre Kooperationen und Wissenstransfer erforderlich, um der Komplexität der Situationen am Lebensende gerecht zu werden.
Aus dieser Kooperation ist die Publikation Entscheidungen am Lebensende entstanden, die sich mit den wachsenden ethischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen zur Gestaltung der letzten Lebensphase befasst. Diese werden vor dem Hintergrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelung zur „Sterbehilfe“ und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen im europäischen Kontext sowohl aus ethischer als auch empirischer Perspektive analysiert und erläutert.

Lebensende

ExpertInnen aus Medizinethik, Palliativmedizin, Theologie, Sozial- und Pflegewissenschaften widmen sich in den Beiträgen unter anderem folgenden Fragestellungen: Von welchen Faktoren und Prinzipien wird die ethische Debatte zu dieser Thematik geleitet? Worin liegen Grenzen und Möglichkeiten der Palliativmedizin? Was bedeutet vor diesem Hintergrund „selbstbestimmtes Sterben“? …
Des Weiteren wird auf Projekte über Lebensqualität im Alter, klinische Ethikberatungsmodelle sowie aktuelle Institutionalisierungsprozesse von Lebensende-Entscheidungen Bezug genommen. Abschließend werden internationale Trends und empirische Studien über die Akzeptanz von „Tötung auf Verlangen“ und „assistierten Suizid“ beleuchtet sowie dahinter liegende Einflussfaktoren analysiert.
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