Kunstuniversität Graz

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol. 18

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Von der Musikologie ins Radio. Daniela Oberdorfer im Gespräch.

Daniela Oberndorfer ist Musikologin und absolviert in diesem Jahr ihr Masterstudium „Interdisziplinäre Geschlechterstudien“. Nach Absolvierung der Matura wollte sie eigentlich in Wien „Musiktherapie“ studieren, scheiterte aber an der Aufnahmeprüfung. Das Studium Musikologie war ihre Notfalllösung. „Es war klar, dass ich studieren will, aber ich musste mich nach der Absage kurzfristig nach einem anderen Studium umschauen. Ich habe beim Recherchieren im Internet die Studienrichtung Musikwissenschaft bzw. Musikologie entdeckt. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht wirklich, was da auf mich zukommen wird. Aber die Vorstellung mich mit Pop, Jazz und Musikpsychologie zu beschäftigen, gefiel mir“, erzählt Daniela. Und so begann sie im Jahr 2006 an der Karl-Franzens-Universität und der Kunstuniversität Graz zu studieren.

Mit Radio Helsinki, wo sie heute beschäftigt ist, kam sie während ihres Bachelorstudiums das erste Mal in Berührung. Radio Helsinki ist ein sogenanntes „freies Radio“, im Gegensatz zum privat-kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und versteht sich als freies, nichtkommerzielles, gemeinnütziges, unabhängiges und lokales Radio. Ein Mitbewohner von Daniela hatte dort eine eigene Sendung, was sie überraschte: „Ich dachte immer, dass man eine Ausbildung braucht, um Radiosendungen machen zu können, und dass es sehr schwer ist, in einem Radiobetrieb überhaupt Fuß zu fassen. Außerdem hatte ich die Vorstellung, dass es technisch sehr kompliziert sein muss.“ Aus Neugier begleitete Daniela ihren Mitbewohner ins Radio und war sofort fasziniert. Sie erfuhr, dass man einen Basisworkshop besuchen kann, in dessen Rahmen das Grundwissen zur technischen Umsetzung und inhaltlichen Gestaltung einer Radiosendung vermittelt werden. Durch den niederschwelligen Zugang zu freien Radios ist es grundsätzlich jeder/m möglich, nach dem absolvierten Basisworkshop eine Radiosendung zu konzipieren und damit on air zu gehen. Daniela konnte zwei Freundinnen für das Radio begeistern und sie nahmen gemeinsam an einem Basisworkshop teil. Den Frauen machte es Spaß und sie gestalteten eine sogenannte „Probesendung“. Um mit einer Sendung ins Radioprogramm von Radio Helsinki aufgenommen zu werden, muss man nämlich zunächst eine Stunde Radiozeit füllen. Das Sendungskonzept und die Umsetzung werden dann mit dem Programmrat besprochen. „Das Feedback war nicht besonders gut und damit die Motivation, weiterzumachen, auch weg. Deswegen habe ich das Radiomachen vorerst nicht weiterverfolgt“, erinnert sich Daniela.

Daniela Oberndorfer © Foto: Christina Lessiak
Daniela Oberndorfer © Foto: Christina Lessiak

Neben dem Studium war sie an der Österreichischen HochschülerInnenschaft als Referentin für Gender und Gleichbehandlung tätig und lernte durch Zufall die Organisatorinnen der Frauenfrühlingsuniversität kennen. Sie beteiligte sich an der Umsetzung dieses Projekts und lernte dabei Frauen* kennen, die die feministische Radiosendung „genderfrequenz“ starteten. Zwei Jahre nach ihrer ersten Erfahrung im Radio wurde Daniela von diesen Frauen* schließlich eingeladen, in die Redaktion einzusteigen. „Und dann ist es plötzlich sehr schnell passiert, dass ich Teil des Radios geworden bin und es zu einer Leidenschaft von mir geworden ist, Radiomacherin zu sein. Zunächst war ich Redakteurin, später dann auch Programmrätin“, schildert Daniela. Zu dieser Zeit engagierte sie sich noch ehrenamtlich für Radio Helsinki. Gemeinsam mit anderen RadiomacherInnen kam die Idee auf, ein kritisches lokales Nachrichtenmagazin zu machen, was kurz darauf auch unter dem Namen „von unten“ umgesetzt wurde. Da das Team zu Beginn aus StudentInnen bestand, die sich ihre Zeit flexibel einteilen konnten, war es möglich, zwei bis drei Mal die Woche eine Nachrichtensendung zu produzieren. „Wir waren sehr produktiv und die Motivation für das Projekt war sehr hoch. Durch unser Engagement ist viel entstanden und es hat alles extrem gut funktioniert. ‚Von unten‘ kam sowohl innerhalb des Radios, als auch in der Außenwahrnehmung sehr gut an und bekam einiges an Aufmerksamkeit“, resümiert Daniela. Das Projekt entwickelte sich weiter, die Redaktion wurde größer und es wurden immer häufiger und umfangreichere Sendungen produziert. Das Nachrichtenmagazin wuchs und damit auch der Arbeitsaufwand. Und so wurde aus einer Herzensangelegenheit schrittweise ein Beruf.

Zunächst wurden Koordinationstätigkeiten entlohnt und vereinzelt Aufgaben, die viel Zeit in Anspruch nahmen. Schließlich entstand innerhalb des Teams der Wunsch, eine Koordinationsstelle zu installieren, die sich 20 Stunden um das Projekt kümmert und dafür auch entlohnt wird. „Zunächst wollte ich mich auf die Stelle nicht bewerben. Radio machen wurde unerwartet zu meiner Leidenschaft, die ich in meiner Freizeit ausüben konnte. Ich wusste, ich kann selbst entscheiden, wieviel Zeit ich dafür aufwende. Ich hatte Angst, dass eine Anstellung mir diese Freiheit nimmt und damit auch die Freude am Radiomachen verloren geht“, erzählt Daniela, „andererseits wurde mir immer mehr bewusst, dass ich nicht an der Universität bleiben möchte, um ein Doktorat zu machen. Ich habe das Projekt mitentwickelt, kannte das Team und die Radiostrukturen und war deswegen für den Job bestens geeignet. Aus dem Radio kam großer Zuspruch für meine Arbeit und so habe ich mich dann doch beworben und den Job schließlich bekommen“.

Ihre Aufgabe als Koordinatorin ist es seither, dafür zu sorgen, dass das Nachrichtenmagazin „von unten“ regelmäßig zu hören ist, und das mit allem was dazu gehört: Sendungsbeiträge koordinieren, Sendungen technisch unterstützen, Redaktionssitzungen vorbereiten, Workshops abhalten, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit leisten, das Team betreuen und erweitern. Und wenn es einmal eng wird oder es die Zeit erlaubt, gestaltet sie die Inhalte der Sendung auch selbst. Die größte Motivation an der Arbeit ist für Daniela die Möglichkeit, für ihre Anliegen ein Sprachrohr zu sein und zu haben. „Für mich ist es politischer Aktivismus. Ich beschäftige mich mit dem aktuellen Zeitgeschehen nicht nur theoretisch, sondern gestalte ein Medium, das im besten Falle auch gesellschaftliche Prozesse beeinflussen kann“, schwärmt Daniela von ihrer Tätigkeit. Darüber hinaus schätzt sie die angenehme Arbeitsumgebung des freien Radios, wo man bemüht ist, Hierarchien abzubauen, sich auf Augenhöhe zu treffen und sich nicht um Einschaltquoten, einen öffentlichen Bildungsauftrag oder sonstige Zwänge kümmern muss. Die Redaktion besteht inzwischen nicht nur aus StudentInnen, sondern aus Personen mit unterschiedlichen Lebenshintergründen, was unterschiedliche Perspektiven auf die behandelten Themen zulässt und den eigenen Horizont ständig erweitert. Die größte Herausforderung sieht Daniela in der gruppeninternen Koordination, die auch Sozialkompetenzen erfordert, wenn bspw. Konflikte auftauchen. Die nötigen Fertigkeiten hierzu eignete sie sich im Laufe ihres Tuns an und erweitert sie stetig.

Rückblickend will sie ihre Studienzeit nicht missen, da sie durch ihre Erfahrungen an der Universität die Chance hatte, sich mit vielen unterschiedlichen Themen tiefergehend auseinanderzusetzen, einen kritischen Geist zu entwickeln und die Welt auf eine andere Weise wahrzunehmen. Ferner konnte sie praktische Fähigkeiten aus ihrem Studium für ihren Beruf mitnehmen. Zu recherchieren, Interviews durchzuführen und Themen für ein Publikum aufzubereiten sind schließlich Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. „Sicher ist es ein Unterschied, ob ich einen wissenschaftlichen Text schreibe oder einen journalistischen. Jedoch haben mir das themenbezogene Arbeiten und die Kompetenzen, die ich mir dabei angeeignet habe, beim Radiomachen sehr viel weitergeholfen,“ erklärt Daniela.

Ihre geisteswissenschaftliche Bildung empfindet sie rückblickend als sehr bereichernd für ihren Beruf. Trotzdem hatte sie immer die Befürchtung, dass man damit in der Berufswelt nicht viel anfangen kann: „Ich dachte immer, ich brauche zusätzlich eine praktische Ausbildung. Heute weiß ich, ich habe mir in der Studienzeit sehr viele Kompetenzen und Wissen in meinen Tätigkeiten als Referentin an der ÖH und als Radiomacherin selbst erarbeitet und so auch einen tollen Job gefunden“.

Text: Christina Lessiak / KUG

Bericht: Wirtschaftsgeist Workshop am 10. November 2017 – Soziale Innovation im Fokus

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Bereits zum vierten Mal fand am 10. November 2017 der Wirtschaftsgeist Workshop statt. Zwei etablierte Grazer Start-Up-Unternehmen präsentierten ihre Problemstellungen unter dem Themenschwerpunkt Soziale Innovation. Unter den TeilnehmerInnen fanden sich Studierende der WTZ-Süd-Universitäten, darunter auch internationale Studierende aus Brasilien, Bangladesch, Italien und USA. 

11 Studierende aus unterschiedlichsten Studienrichtungen –  Sustainable Development, Pädagogik, Germanistik, Musikologie, Instrumenta(Gesangs)pädagogik und Global Studies stellten sich den nachhaltigen unternehmerischen Herausforderungen. Die motivierten TeilnehmerInnen arbeiteten in zwei interdisziplinären Gruppen eng mit den Start-Ups zusammen, um umsetzbare Lösungsansätze zu entwickeln.

Die vierte Ausgabe des Wirtschaftsgeist Workshops hatte höchst interessante Challenges zu bieten:

Sarah Reindl, Gründerin und Geschäftsführerin von Das Gramm, trat mit folgender Problemstellung an die Studierenden heran: Im Zuge eines Expansionsvorhabens überdenken die Inhaberinnen zum momentanen Zeitpunkt die generelle Geschäftsstrategie. Die Frage, wie man neues Klientel von der Idee verpackungsfreier Einkäufe überzeugen kann sowie eine Erarbeitung einer Positionierungsstrategie, wurde als Challenge ausgegeben. In der Gruppe wurden Ideen generiert und diskutiert, die zukünftig zu einer Stärkung der Positionierung von Das Gramm beitragen sollen (zusätzliche, unterstützende Angebote bzw. spezielle Studierendenangebote, Kommunikation, etc.).

Der Geschäftsführer von Compuritas, Rüdiger Wetzl-Piewald, trat mit folgender Challenge an die Studierenden heran: Begriffe bzw. Konzepte wie Second Hand / Re-Use sind in unserer Gesellschaft leider oftmals negativ konnotiert – gleichzeitig aber integraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Compuritas. In der Gruppe wurde diskutiert, welche Begriffe verwendet werden könnten, um diesem Image entgegenzuwirken. Gemeinsam suchten die TeilnehmerInnen nach neuen Ansätzen, um diese Konzepte positiv zu besetzen und zu kommunizieren.

Moderator und Innovationscoach Johannes Frühmann unterstützte die Teams während der Ideenfindungsprozesse mit den Methoden des „Design Thinking“. Nach einigen Stunden gemeinsamer kreativer Arbeit wurden die ideenreichen Ergebnisse allen TeilnehmerInnen präsentiert. Für das leibliche Wohl während des Workshops sorgte ein regionales Buffet. Abgerundet wurde die Agenda mit einer kurzen Präsentation durch Remo Taferner: Er stellte die Gründungsgarage vor und motivierte die Workshop-TeilnehmerInnen dazu, im Falle einer Gründungsidee mutig zu sein und sich für die Gründungsgarage, zu bewerben.

Fotocredit: Andreas Wenzel/KUG

Statements

„Es war eine Freude zu sehen, wie die Studierenden hochaktiv auf die Fragestellung eingehen und zahlreichen konstruktiven Input liefern. Mir war dabei besonders wichtig, die Gruppe nicht in eine Rolle zu drängen, sondern ihren persönlichen Zugang zu unserem Unternehmen zu erleben. Schließlich kommen auch unsere potenziellen KundInnen oft mit einer vorgefertigten Meinung in Berührung mit Compuritas. Da braucht es gute und offene Kommunikation zum erfolgreichen Verkauf. Und die gelingt nur, wenn wir den Zugang der KundInnen zu unseren Produkten kennen.“ Rüdiger Wetzl-Piewald, Compuritas GmbH

„Der Wirtschaftsgeist-Workshop war für mich eine einmalige Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre und ohne Zeitdruck mit Studierenden zu brainstormen und abseits von gängigem Wirtschaftsdenken neue Wege zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens einzuschlagen. Der Workshop ist für Studierende und „open-minded“ UnternehmerInnen gleichermaßen gewinnbringend und hat in meinem Fall sogar zu einem Projekt geführt, dass ich mit zwei Studentinnen weiterführend durchführen möchte.“ Sarah Reindl, Das Gramm OG

“Für mich war es besonders interessant die regional nachhaltigen Unternehmen und deren Herausforderungen am Markt kennen zu lernen. Und natürlich war es toll, diese mit meinen Ideen zu unterstützen. Unser Unternehmen war sehr offen und für alles was wir eingebracht haben, das war sehr angenehm und wir konnten ohne Scheu unsere Meinung einbringen.“ Studierenden-Feedback

“Ich habe viele neue Ideen und Perspektiven kennen gelernt und das wird bestimmt sehr hilfreich für meine berufliche Zukunft.” Studierenden-Feedback

“Der Workshop war sehr fein. Ich finde der Rahmen hat sehr gut gepasst. Ich hatte schon vorher einige Design Thinking/Produktentwicklungs-Workshops besucht. Im Gegensatz zu den anderen Workshops, die ich besucht habe, hat sich dieser Workshop als besonders praxisbezogen herausgestellt und war somit keine Wiederholung für mich.“ Studierenden-Feedback

Das WIRTSCHAFTSGEIST-Team bedankt sich sehr herzlich bei den Studierenden und den Start-ups für die Teilnahme am Workshop. Wir möchten uns auch recht herzlich bei den zahlreichen KooperationspartnerInnen, die uns auch diesmal bei der Ankündigung und der Organisation des Workshops unterstützt haben, bedanken u.a.: alumnni UNI graz, Career Center der Uni Graz, DocService der Uni Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften der ÖH Uni Graz, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Studienvertretung Musikologie der ÖH Uni Graz und der KUG, studo.co

Nachlese: Wirtschaftsgeist-Workshop 3.0 am 12. Mai 2017

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Am Freitag, 12. Mai 2017, wurde bereits zum dritten Mal der WIRTSCHAFTSGEIST-Workshop im Performancesaal der Kunstuniversität Graz ausgetragen. Studierende der WTZ Süd-Universitäten trafen dabei auf Start-up-UnternehmerInnen aus Graz.

Die dritte Ausgabe des Wirtschaftsgeist-Workshops war gekennzeichnet durch eine Vielfalt unternehmerischer Herausforderungen und durch Studierende aus unterschiedlichsten Studienrichtungen wie Soziologie, Publizistik, Musikologie, Romanistik, Lehramt, Religionswissenschaften und Global Studies. Die vier Start-ups teamazing, SwimChallenge, smellino und studo.co brachten aktuelle Challenges aus ihren Unternehmensbereichen mit.

Die motivierten Studierenden arbeiteten in interdisziplinären Teams eng mit den Start-ups zusammen, um kreative Lösungsansätze zu entwickeln. In den Challenges ging es um die Konzeptionierung eines innovativen Imagevideos, die Weiterentwicklung einer Trainingsapp für Leistungs- und Breitensportler, die Erarbeitung eines geeigneten Produktdesigns sowie die Erweiterung einer bestehenden App um lernerweiternde Features. Moderator und Innovationscoach Johannes Frühmann unterstützte die Teams mit den Innovationsmethoden des „Design Thinking“.

Nach einigen Stunden gemeinsamen kreativen Arbeitens wurden die spannenden Ergebnisse in einer Endpräsentation im Plenum präsentiert. Für das leibliche Wohl sorgte ein regionales Buffet. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Martin Mader, der die Gründungsgarage vorstellte und die Workshop-TeilnehmerInnen dazu motivierte, sich mit einer Gründungsidee für diese zu bewerben.

Foto-Credit: Alexander Wenzel/KUG, Thomas Korenjak/ Uni Graz

Stimmen zum WIRTSCHAFTSGEIST-Workshop: „Der Name war Programm und ich war wirklich sehr über die Motivation und facettenreichen Fähigkeiten der teilnehmenden Studierenden überrascht. Meine Erwartungshaltung wurde also weit übertroffen, denn obwohl ich mit einer Herkulesaufgabe an den Start gegangen bin, brachten wir ein tolles Ergebnis auf das Papier und hätten (wäre noch länger Zeit gewesen) auch das gesamte Projekt noch am selben Tag abschließen können. In Summe kann ich den Workshop jedem empfehlen, der den Blickwinken von außenstehenden und motivierten Studierenden sucht.“ – Paul Stanzenberger, teamazing

„Der Grundgedanke des Wirtschaftsgeist-Workshops, in dem Studiengänge wie beispielsweise Musikologie, Anglistik oder Global Studies, mit den Jungunternehmen konfrontiert werden, finde ich eine tolle Herangehensweise und hat sich als sehr gelungen herausgestellt. Für unser Startup mit der Studierendenapp „Studo“ war der Workshop ideal, weil wir mit den Studierenden, welche gleichzeitig unsere User sind, an einer vordefinierten Problemstellung gearbeitet haben. Dadurch haben wir tolle Ideen generiert und ein sehr hilfreiches Konzept für neue Features in unserer App erarbeitet.“ Manuel Schmölzer & Julian Kainz, studo.co

„Ich fand es toll mit dem Start-up Unternehmern zusammen an der Challenge zu arbeiten. Die ungezwungene Atmosphäre hat zum Kreativsein motiviert.“ – Studierenden-Feedback

„Es war richtig Klasse einen Einblick in verschiedene Start-ups zu bekommen – ich fand den Workshop total gelungen.“ – Studierenden-Feedback

„Visionär sein ist tatsächlich ansteckend…“ Ein Gedanke, der mir während des Workshops in den Sinn kam und den ich am Ende bis in die Haarspitzen fühlen konnte. Der Erfindergeist versetzt einen in Staunen und die gemeinsame Arbeit an den verschiedensten Problemstellungen der Start-Ups ist eine, die man sich öfter wünschen würde. Was ich mitnehmen kann? – Einen bunten Mix aus Inspiration, Lust auf kreative Herausforderungen, Begegnung und Austausch mit interessanten, jungen Menschen und ein weiteres Mal die Bestätigung, dass Vernetzung DIE Zukunft ist, in der wir längst angekommen sind.“ – Studierenden-Feedback

 „Ich möchte mich beim gesamten Wirtschaftsgeist-Team bedanken. In meinem Fall war es großes Glück, dass Helene und Pia zu mir ins Team gekommen sind. Die Kunden von SwimChallenge sind Leistungssportler und ihre Trainer. Mit ihnen haben wir viele Interviews geführt, die gezeigt haben, dass Trainer sehr oft auch erzieherische Aufgaben haben und den Athleten helfen sich selbst besser kennenzulernen, aber dennoch war ich bisher nie darauf gekommen, einmal mit Pädagogen zu sprechen. Innerhalb des Workshops konnten wir mit unserem gemeinsamen Wissen sehr gut Lösungen für die im Raum stehenden Problemstellungen finden. Ich glaube es war für uns alle eine sehr spannende Zusammenarbeit, da keiner erwartete, wieviel er von seinem Wissen beisteuern konnte.“ Robert Pasold, SwimChallenge

Der Wirtschaftsgeist Workshop trifft, wie es der Name schon sagt, den Zeitgeist absolut. In ungezwungener aber sehr aktiver Atmosphäre wird an konkreten Problemstellungen gearbeitet, indem man das Beste aus verschiedenen Welten und Studienrichtugen zusammenführt. Martina Theresa Sowinz & Florian Mausser, Smellino

Das WIRTSCHAFTSGEIST-Team bedankt sich sehr herzlich bei den Studierenden und den Start-ups für die Teilnahme am Workshop. Wir möchten uns auch recht herzlich bei den zahlreichen KooperationspartnerInnen, die uns bei der Ankündigung und der Organisation des Workshops unterstützt haben, bedanken u.a.: alumnni UNI graz, Career Center der Uni Graz, DocService der Uni Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Grazer Universitätsverlag, Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften der ÖH Uni Graz, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Studienvertretung Musikologie der ÖH Uni Graz und der KUG, studo.co 

Rückblick: WIRTSCHAFTSGEIST Workshop 2.0

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Am Freitag, 2. Dezember 2016, fand die zweite Ausgabe des WIRTSCHAFTSGEIST-Workshops im Performancesaal der Kunstuniversität Graz statt. Studierende der WTZ Süd-Universitäten trafen dabei auf junge Unternehmerinnen aus der Grazer Start-up-Szene.

Spannende Challenges wurden dabei in interdisziplinären Teams bewältigt – von Usability-Tests innovativer Apps bis hin zur Erstellung von Marketing-Konzepten für das Last-Minute-Weihnachtsgeschäft. Die Studierenden aus Bereichen wie Anglistik, Musikologie und Global Studies arbeiteten eng mit den Start-ups zusammen, um spannende Lösungsansätze zu entwickeln. Diesmal brachten die Start-ups JUST PLAY, murbit und ReBlock aktuelle Challenges aus ihrem Unternehmensumfeld mit. Moderator und Kreativ-Coach Johannes Frühmann unterstützte die Teams dabei mit Innovationsmethoden des „Design Thinking“.

Am Ende wurden die Ergebnisse in der großen Runde präsentiert. Ein Buffet sorgte für das leibliche Wohl, während der Büchertisch des Grazer Universitätsverlags literarische Inspiration bot.

Stimmen zum WIRTSCHAFTSGEIST-Workshop:
„Es war für uns eine großartige Erfahrung, unser Herzensprojekt einmal durch die Augen anderer zu sehen. Wir waren überrascht, wie viel wir von den Studierenden mitnehmen konnten – die Stunden fielen eigentlich schon in die Kategorie Business Development.“ – Alexander Hojas & Tali Tormoche, ReBlock

„Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, ein Grazer Start-Up näher kennenzulernen, das die Werte widerspiegelt, die mir auch wichtig sind. Es war auch sehr schön zu sehen, dass ‚wir alle nur mit Wasser kochen‘.“ – Sarah Panschur, Teilnehmerin

„Der Workshop hat mir einen guten ersten Einblick in die Start-Up Szene gewährt. Die Begeisterung und das Engagement der Gründer waren so mitreißend, dass man selbst Lust bekam, ein Projekt zu beginnen.“ – Lea Weiß, Teilnehmerin

„Für uns war es eine große Freude an eurem Event teilzunehmen, und das aus mehreren Gründen. Einerseits, weil wir von den sehr engagierten Studierenden sehr viel konstruktives Feedback zu unserer bestehenden App bekommen haben, welches wir in die Entwicklung einfließen lassen werden. Andererseits sprudelten die Ideen für neue Funktionen und Verbesserungen nur so aus den Teilnehmern heraus. Wir konnten so noch stärker die Bedürfnisse unserer Zielgruppe herausarbeiten und hoffen, dass wir damit den Erfolg auf dem Markt optimieren können.
Ein weiteres Highlight war die Vernetzung mit den anderen Startups. Wir konnten mit allen einen wirklich sehr regen Austausch betreiben und in Zukunft vielleicht sogar die eine oder andere Kooperation anstreben. Gerade für Startups wie uns ist es immer wieder interessant, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.“ – Manuela Grundner & Peter Grundner, murbit

Das WIRTSCHAFTSGEIST-Team bedankt sich sehr herzlich bei den Studierenden und den Start-ups für den spannenden, kreativen Tag!
Großer Dank gilt auch unseren zahlreichen KooperationspartnerInnen, die uns bei Ankündigung und Organisation des Workshops unterstützt haben, u.a.: alumnni UNI graz, Career Center der Uni Graz, DocService der Uni Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Grazer Universitätsverlag, Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften der ÖH Uni Graz, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Studienvertretung Musikologie der ÖH Uni Graz und der KUG.

„… und was kann man damit eigentlich machen?“ – Karrieretag Musikologie

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Der Frage nach Karrieremöglichkeiten von MusikologInnen sind wir u. a. schon in unserem Beitrag über Horst Schnattler nachgegangen. Nun veranstaltet die „Studienrichtungsvertretung Musikologie“ der Kunstuniversität Graz einen Karrieretag, an dem vielfältige Berufsmöglichkeiten beleuchtet werden.

Programm:
* Impulsvorträge
* Frage- und Diskussionsrunden
* CV-Check
* Workshop für Bewerbungsgespräche
Neben AbsolventInnen der Musikologie, die ihre Karrierewege vorstellen, bietet das Career Center der Uni Graz Unterstützung bei CVs und Bewerbungsgesprächen.

WER?
Zielgruppe: Studierende der Musikologie.

WANN & WO?
Mittwoch, 16. November 2016
Uhrzeit: 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Festsaal, Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3

Karrierewege in der Kunst – Teil 3

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Eine gehörige Portion Eigeninitiative..

..und ein paar harte Jahre. So könnte man Horst Schnattlers Weg zur Selbständigkeit beschreiben. Der Musikologe, Komponist und Multiinstrumentalist (Horst spielt Schlagzeug, Gitarre, Bass, Synthesizer, Perkussion, Klavier, Trompete, Klarinette, Saxophon und Geige) gründete vor drei Jahren das Unternehmen Klangkulisse und arbeitet seither als Sounddesigner am guten Ton von Medienproduzenten als auch von Unternehmen und Museen. Die Idee dazu ist schon länger in ihm gereift: „Ich habe mir überlegt was ich kann und was sich daraus formen lässt und schließlich meine Fähigkeiten zusammengelegt und die Klangkulisse gegründet.“
Auf die Frage, wie die Arbeit eines Sounddesigners aussieht, antwortet Horst: „Sounddesign umfasst alles rund um die kreative Tongestaltung, also Geräusche, Effekte und Musik, und geht Hand in Hand mit der technischen Tongestaltung: Aufnahme, Tonschnitt und Tonmischung. Ein Sounddesigner unterstreicht die Botschaft des Gesamtproduktes und arbeitet am roten Faden der akustischen Aufmerksamkeit.“ Oft kommen Kunden mit Filmmaterial oder Tonaufnahmen zu Horst und möchten, dass er deren Klangqualität optimiert: „Ich kümmere mich darum, dass der Sound passt, alles gut verständlich ist und zum Bild passt.“ Zu den Kunden der Klangkulisse zählen Werbeagenturen, Filmproduktionen, Unternehmen und Museen.

Horst01

Horst Schnattler hatte es nach der HAK-Matura nach Graz zum Österreichischen Rundfunk verschlagen und arbeitete dort 7 Jahre als Radioproduzent. Nebenbei arbeitete er als Freelancer in einem Tonstudio und begann zusätzlich noch ein Musikologiestudium an der Kunstuniversität Graz/Karl-Franzens Universität, welches er 2013 abschloss. „Das waren ein paar harte Jahre, vieles habe ich mir zusätzlich im Selbststudium angeeignet, aber jetzt habe ich wieder Freizeit“, lacht Horst. Musikalische Kenntnisse hatte er ja bereits in Klagenfurt am Konservatorium erworben, an der Universität in Graz wollte er nun vor allem sein musikalisches Wissen weiter ausbauen: „Das Studium der Musikologie war mir da am Nächsten, das war etwas, mit dem ich mich identifizieren konnte.“ Rückblickend gesehen war er mit dem Lehrangebot sehr zufrieden, gerade die Pflichtfächer, die ihm anfangs nicht sonderlich attraktiv erschienen, entwickelten sich im Laufe der Zeit zu Lieblingsfächern. Zudem erweiterte das durch das Studium erworbene Wissen über Musikgeschichte und verschiedene Musik-Genres seine Hörerfahrung maßgeblich, ein Umstand der ihm jetzt in seiner Arbeit zugute kommt.
Das wichtigste wusste Horst aber schon selbst: „Man muss wirklich zuhören und schauen was die Leute wollen, so kann man flexibel sein, Probleme erkennen und Lösungen finden – weil wenn man eine Firma gründet, muss man Geld verdienen und man verdient es indem man zuhört, mit den Leuten spricht und schaut, was gebraucht wird.“

Kontakt:
KLANGKULISSE
Horst Schnattler, BA
Tel. +43 676 9015515, E-Mail: post@klangkulisse.at
Mandellstraße 6/5, A-8010 Graz, Österreich

Text: Birgit Nikzat

Students for Students DAY in der Kunstuniversität Graz

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Ein Veranstaltungstipp für alle Studierenden der Kunstunviersität Graz:

Students for Students DAY
Infoveranstaltung der ÖH-KUG: Ein Tag, der neben spannenden Vorträgen auch praktische Tipps für den Alltag bietet.

Wann?
Freitag, 29.04.2016
Wo?
MUMUTH Proberaum und Foyer (1. Stock)

Programm:

11:00-12:00 Begrüßung bei Kaffee und Kipferl (Foyer)

11:00-17:30 Info-Marktplatz
Für deine Fragen stehen die Referate der ÖH-KUG, die Studienvertretungen und viele mehr den ganzen Tag zur Verfügung. Special: Rechtsberatung durch WSMK Rechtsanwälte (z.B. Mietverträge etc.)

11:30-12:30 Frauen in der Musik (Proberaum)
Bach, Beethoven, Mozart. In der Geschichte der Musik sind alle großen Namen männlich. Warum ist das so und wo stehen wir heute?

13:00-14:00 Wie komme ich zu mehr Geld? (Proberaum)
Konto leer bevor ein neuer Monat anfängt? Hol´ dir praktische Tipps, die dein Studierendenleben finanziell bestimmt erleichtern. Nach dem Vortrag gibt es auch die Möglichkeit einer persönlichen Beratung.

14:00-15:00 Mittagspause (Foyer)

15:00-16:00 Kunst in der Gesellschaft (Proberaum)
Auf der einen Seite verdienen KünstlerInnen Geld ohne Ende und auf der anderen Seite können sie nicht einmal für ihren Lebensunterhalt sorgen. Wie kommt es zu so einer Unverteilung?

17:30-19:00 Steuerberatung für KünstlerInnen (Proberaum)
Wie genau läuft das mit den Steuern? Wann und wie viel muss ich bezahlen? Nach dem Vortrag seid ihr bestimmt um viele Antworten zum Thema „Steuern“ reicher. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich beraten zu lassen.

19:00-20:00 Mini- Jazzkonzert (Foyer)

20:30-23:00 Disco (Foyer)