Musikologie

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol. 23 – Tobias Loder-Neuhold

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Vom Allrounder zum Spezialisten – der Musikologe Tobias Loder-Neuhold schildert seinen Karriereweg.

Wie schafft es ein Musikologe in ein weltweit agierendes B2B Unternehmen? Tobias Loder-Neuhold, MA ist Digital Communications Strategist bei Universium Communications in Schweden und sorgt dafür, dass sich Firmen als Marke aufbauen und etablieren. Inwiefern das mit Geisteswissenschaften zu tun hat, erzählt er in diesem Porträt.

Tobias Loder-Neuhold interessierte sich schon immer für Musik und entschied sich deshalb dafür, Musikologie in Graz zu studieren. Nebenbei war er in zahlreichen Bandprojekten tätig und erwarb Fähigkeiten im Bereich Grafikdesign. Zunächst strebte er eine Universitätskarriere an, was sich jedoch als schwieriger als erwartet herausstellte: „Ich habe gemerkt, dass es sehr wenige Stellen in einem ‚Orchideenfach‘ wie der Musikologie gibt. Meine Spezialisierung im Bereich Musikpsychologie war leider auch nicht ideal. Damit bin ich zwischen den Stühlen gesessen und habe nirgends so richtig dazu gepasst.“ Trotzdem weiß und schätzt er, was ein geisteswissenschaftliches Studium zu bieten hat: „Im Lebenslauf scheinen manche Qualifikationen nicht auf, die man sich aneignet hat. Die strukturierte, analytische und tiefgehende Auseinandersetzung mit Themen, die einen dazu befähigt, Inhalte sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form wiederzugeben, ist ein großes Plus, das ich in meinem Karriereweg vielfach zum Einsatz bringen konnte. Auch wenn wir Texte über Texte schreiben mussten – Inhalte in Worte zu fassen ist in Jobs gefragt!“

Tobias Lober-Neuhold
Tobias Lober-Neuhold

Die Geisteswissenschaften brachten Tobias auch die nötige Offenheit gegenüber Weiterbildungen und Auslandsaufenthalte nahe. Erfahrungen dieser Art machte er in Form eines Auslandssemesters in den Niederlanden und nach seinem Masterabschluss. Er zog in die Schweiz und entschied sich, sein Interesse an Kommunikation mit einem weiteren Studium zu vertiefen. Im Rahmen des Lehrgangs Kommunikationswissenschaften musste er ein Pflichtpraktikum absolvieren, woraus schließlich sein erster Job resultierte. „Ich fand eine Arbeitsstelle bei einem Konzerthaus an der Schnittstelle zwischen Kommunikation und Musik. Ich war für Pressearbeit und Marketing und auch für soziale Medien verantwortlich. Genauer gesagt habe ich Plakate gestaltet, Werbetexte geschrieben und Informationen an Interessierte und die Presse weitergeleitet. Sowohl meine Aufgabenbereiche als auch mein Arbeitsumfeld haben mir gut gefallen und ich habe mich ins Zeug gelegt, um davon profitieren zu können“, schildert Tobias.

Auf seine Zeit in der Schweiz folgte schließlich ein Umzug nach Schweden, da Tobias‘ Partnerin eine Anstellung an der Universität Uppsala angeboten bekam und er sie in ihrer Karriere unterstützen wollte. Aufgrund seiner Muttersprache sowie seiner Erfahrung im Bereich PR und Social Media fand er auch dort sehr bald eine Anstellung bei einem kleinen Start-Up-Unternehmen. „Als Marketingassistent für den deutschsprachigen Raum kamen mir dann Fertigkeiten aus dem wissenschaftlichen Arbeiten zugute. Ich musste Schlagwörter für die Suchmaschinenoptimierung definieren – eine Tätigkeit, die man auch im wissenschaftlichen Arbeiten anfinden kann. Hier musste ich es eben für Produkte machen, damit sie im Internet besser gefunden werden“, erklärt Tobias. Später war er als Growth Manager dafür verantwortlich die Reichweite des Unternehmens mithilfe von Werbemaßnahmen und Social-Media-Aktionen zu vergrößern um den Umsatz zu steigern. Tobias machte sich im Bereich digitale Kommunikation auch selbstständig und bot KundInnen Social-Media-Kampagnen, Homepageoptimierung und digitale Inhaltserstellung an. Die Fertigkeiten hierzu eignete er sich im Laufe seines Studien- und Arbeitslebens in Eigenregie und in den bereits erwähnten Weiterbildungsangeboten an. Dieses Engagement, davon ist Tobias überzeugt, verhalf ihm schließlich zu seinem jetzigen Job bei Universum Communications.

„Schon einmal darüber nachgedacht, wie große Firmen ihre Angestellten rekrutieren? Dahinter steckt viel mehr als bloß Ausschreibungen in verschiedenen Medien zu platzieren. Es werden Strategien entwickelt, um sich als Arbeitgeber für Talente interessant und attraktiv zu positionieren. Mein Arbeitgeber macht genau das! Und als Digital Communications Strategist unterstütze ich Unternehmen dabei, sich als Marke aufzubauen und Medienstrategien zu entwickeln. Das Ganze nennt sich dann ‚Employer Branding‘“, erklärt Tobias. Diese Arbeit erinnert ihn an seine Experimente in der Studienzeit, wo er genau auf diese Art und Weise planen und testen musste, um ein Ziel zu erreichen. In den letzten Jahren entwickelte er sich immer mehr zum Experten: „Ich war durch meinen beruflichen Werdegang gezwungen, mich vom Allrounder zum Spezialisten zu entwickeln. Das war ein langer und anstrengender Prozess. Es war wichtig, offen und flexibel zu bleiben und seine Stärken kennenzulernen und weiterzuentwickeln. Ich weiß inzwischen, was ich gerne mache und was mir liegt. Für meine Karriere ist die Fokussierung auf einen Bereich sehr förderlich.“
Tobias würde nichts anders machen, rät jedoch anderen Studierenden, einen Masterabschluss nicht um des Titels willen zu machen, sondern bereits nach dem Bachelorabschluss Fuß im Arbeitsleben zu fassen. Außerdem möchte er andere ermutigen, die eigenen, im Studium erworbenen Qualitäten nicht zu unterschätzen. „Übrigens“, sagt Tobias zum Abschluss, „ist unser Abteilungsleiter auch Geisteswissenschaftler.“

Text: Christina Lessiak

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol. 18

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Von der Musikologie ins Radio. Daniela Oberdorfer im Gespräch.

Daniela Oberndorfer ist Musikologin und absolviert in diesem Jahr ihr Masterstudium „Interdisziplinäre Geschlechterstudien“. Nach Absolvierung der Matura wollte sie eigentlich in Wien „Musiktherapie“ studieren, scheiterte aber an der Aufnahmeprüfung. Das Studium Musikologie war ihre Notfalllösung. „Es war klar, dass ich studieren will, aber ich musste mich nach der Absage kurzfristig nach einem anderen Studium umschauen. Ich habe beim Recherchieren im Internet die Studienrichtung Musikwissenschaft bzw. Musikologie entdeckt. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht wirklich, was da auf mich zukommen wird. Aber die Vorstellung mich mit Pop, Jazz und Musikpsychologie zu beschäftigen, gefiel mir“, erzählt Daniela. Und so begann sie im Jahr 2006 an der Karl-Franzens-Universität und der Kunstuniversität Graz zu studieren.

Mit Radio Helsinki, wo sie heute beschäftigt ist, kam sie während ihres Bachelorstudiums das erste Mal in Berührung. Radio Helsinki ist ein sogenanntes „freies Radio“, im Gegensatz zum privat-kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und versteht sich als freies, nichtkommerzielles, gemeinnütziges, unabhängiges und lokales Radio. Ein Mitbewohner von Daniela hatte dort eine eigene Sendung, was sie überraschte: „Ich dachte immer, dass man eine Ausbildung braucht, um Radiosendungen machen zu können, und dass es sehr schwer ist, in einem Radiobetrieb überhaupt Fuß zu fassen. Außerdem hatte ich die Vorstellung, dass es technisch sehr kompliziert sein muss.“ Aus Neugier begleitete Daniela ihren Mitbewohner ins Radio und war sofort fasziniert. Sie erfuhr, dass man einen Basisworkshop besuchen kann, in dessen Rahmen das Grundwissen zur technischen Umsetzung und inhaltlichen Gestaltung einer Radiosendung vermittelt werden. Durch den niederschwelligen Zugang zu freien Radios ist es grundsätzlich jeder/m möglich, nach dem absolvierten Basisworkshop eine Radiosendung zu konzipieren und damit on air zu gehen. Daniela konnte zwei Freundinnen für das Radio begeistern und sie nahmen gemeinsam an einem Basisworkshop teil. Den Frauen machte es Spaß und sie gestalteten eine sogenannte „Probesendung“. Um mit einer Sendung ins Radioprogramm von Radio Helsinki aufgenommen zu werden, muss man nämlich zunächst eine Stunde Radiozeit füllen. Das Sendungskonzept und die Umsetzung werden dann mit dem Programmrat besprochen. „Das Feedback war nicht besonders gut und damit die Motivation, weiterzumachen, auch weg. Deswegen habe ich das Radiomachen vorerst nicht weiterverfolgt“, erinnert sich Daniela.

Daniela Oberndorfer © Foto: Christina Lessiak
Daniela Oberndorfer © Foto: Christina Lessiak

Neben dem Studium war sie an der Österreichischen HochschülerInnenschaft als Referentin für Gender und Gleichbehandlung tätig und lernte durch Zufall die Organisatorinnen der Frauenfrühlingsuniversität kennen. Sie beteiligte sich an der Umsetzung dieses Projekts und lernte dabei Frauen* kennen, die die feministische Radiosendung „genderfrequenz“ starteten. Zwei Jahre nach ihrer ersten Erfahrung im Radio wurde Daniela von diesen Frauen* schließlich eingeladen, in die Redaktion einzusteigen. „Und dann ist es plötzlich sehr schnell passiert, dass ich Teil des Radios geworden bin und es zu einer Leidenschaft von mir geworden ist, Radiomacherin zu sein. Zunächst war ich Redakteurin, später dann auch Programmrätin“, schildert Daniela. Zu dieser Zeit engagierte sie sich noch ehrenamtlich für Radio Helsinki. Gemeinsam mit anderen RadiomacherInnen kam die Idee auf, ein kritisches lokales Nachrichtenmagazin zu machen, was kurz darauf auch unter dem Namen „von unten“ umgesetzt wurde. Da das Team zu Beginn aus StudentInnen bestand, die sich ihre Zeit flexibel einteilen konnten, war es möglich, zwei bis drei Mal die Woche eine Nachrichtensendung zu produzieren. „Wir waren sehr produktiv und die Motivation für das Projekt war sehr hoch. Durch unser Engagement ist viel entstanden und es hat alles extrem gut funktioniert. ‚Von unten‘ kam sowohl innerhalb des Radios, als auch in der Außenwahrnehmung sehr gut an und bekam einiges an Aufmerksamkeit“, resümiert Daniela. Das Projekt entwickelte sich weiter, die Redaktion wurde größer und es wurden immer häufiger und umfangreichere Sendungen produziert. Das Nachrichtenmagazin wuchs und damit auch der Arbeitsaufwand. Und so wurde aus einer Herzensangelegenheit schrittweise ein Beruf.

Zunächst wurden Koordinationstätigkeiten entlohnt und vereinzelt Aufgaben, die viel Zeit in Anspruch nahmen. Schließlich entstand innerhalb des Teams der Wunsch, eine Koordinationsstelle zu installieren, die sich 20 Stunden um das Projekt kümmert und dafür auch entlohnt wird. „Zunächst wollte ich mich auf die Stelle nicht bewerben. Radio machen wurde unerwartet zu meiner Leidenschaft, die ich in meiner Freizeit ausüben konnte. Ich wusste, ich kann selbst entscheiden, wieviel Zeit ich dafür aufwende. Ich hatte Angst, dass eine Anstellung mir diese Freiheit nimmt und damit auch die Freude am Radiomachen verloren geht“, erzählt Daniela, „andererseits wurde mir immer mehr bewusst, dass ich nicht an der Universität bleiben möchte, um ein Doktorat zu machen. Ich habe das Projekt mitentwickelt, kannte das Team und die Radiostrukturen und war deswegen für den Job bestens geeignet. Aus dem Radio kam großer Zuspruch für meine Arbeit und so habe ich mich dann doch beworben und den Job schließlich bekommen“.

Ihre Aufgabe als Koordinatorin ist es seither, dafür zu sorgen, dass das Nachrichtenmagazin „von unten“ regelmäßig zu hören ist, und das mit allem was dazu gehört: Sendungsbeiträge koordinieren, Sendungen technisch unterstützen, Redaktionssitzungen vorbereiten, Workshops abhalten, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit leisten, das Team betreuen und erweitern. Und wenn es einmal eng wird oder es die Zeit erlaubt, gestaltet sie die Inhalte der Sendung auch selbst. Die größte Motivation an der Arbeit ist für Daniela die Möglichkeit, für ihre Anliegen ein Sprachrohr zu sein und zu haben. „Für mich ist es politischer Aktivismus. Ich beschäftige mich mit dem aktuellen Zeitgeschehen nicht nur theoretisch, sondern gestalte ein Medium, das im besten Falle auch gesellschaftliche Prozesse beeinflussen kann“, schwärmt Daniela von ihrer Tätigkeit. Darüber hinaus schätzt sie die angenehme Arbeitsumgebung des freien Radios, wo man bemüht ist, Hierarchien abzubauen, sich auf Augenhöhe zu treffen und sich nicht um Einschaltquoten, einen öffentlichen Bildungsauftrag oder sonstige Zwänge kümmern muss. Die Redaktion besteht inzwischen nicht nur aus StudentInnen, sondern aus Personen mit unterschiedlichen Lebenshintergründen, was unterschiedliche Perspektiven auf die behandelten Themen zulässt und den eigenen Horizont ständig erweitert. Die größte Herausforderung sieht Daniela in der gruppeninternen Koordination, die auch Sozialkompetenzen erfordert, wenn bspw. Konflikte auftauchen. Die nötigen Fertigkeiten hierzu eignete sie sich im Laufe ihres Tuns an und erweitert sie stetig.

Rückblickend will sie ihre Studienzeit nicht missen, da sie durch ihre Erfahrungen an der Universität die Chance hatte, sich mit vielen unterschiedlichen Themen tiefergehend auseinanderzusetzen, einen kritischen Geist zu entwickeln und die Welt auf eine andere Weise wahrzunehmen. Ferner konnte sie praktische Fähigkeiten aus ihrem Studium für ihren Beruf mitnehmen. Zu recherchieren, Interviews durchzuführen und Themen für ein Publikum aufzubereiten sind schließlich Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. „Sicher ist es ein Unterschied, ob ich einen wissenschaftlichen Text schreibe oder einen journalistischen. Jedoch haben mir das themenbezogene Arbeiten und die Kompetenzen, die ich mir dabei angeeignet habe, beim Radiomachen sehr viel weitergeholfen,“ erklärt Daniela.

Ihre geisteswissenschaftliche Bildung empfindet sie rückblickend als sehr bereichernd für ihren Beruf. Trotzdem hatte sie immer die Befürchtung, dass man damit in der Berufswelt nicht viel anfangen kann: „Ich dachte immer, ich brauche zusätzlich eine praktische Ausbildung. Heute weiß ich, ich habe mir in der Studienzeit sehr viele Kompetenzen und Wissen in meinen Tätigkeiten als Referentin an der ÖH und als Radiomacherin selbst erarbeitet und so auch einen tollen Job gefunden“.

Text: Christina Lessiak / KUG

„… und was kann man damit eigentlich machen?“ – Karrieretag Musikologie

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Der Frage nach Karrieremöglichkeiten von MusikologInnen sind wir u. a. schon in unserem Beitrag über Horst Schnattler nachgegangen. Nun veranstaltet die „Studienrichtungsvertretung Musikologie“ der Kunstuniversität Graz einen Karrieretag, an dem vielfältige Berufsmöglichkeiten beleuchtet werden.

Programm:
* Impulsvorträge
* Frage- und Diskussionsrunden
* CV-Check
* Workshop für Bewerbungsgespräche
Neben AbsolventInnen der Musikologie, die ihre Karrierewege vorstellen, bietet das Career Center der Uni Graz Unterstützung bei CVs und Bewerbungsgesprächen.

WER?
Zielgruppe: Studierende der Musikologie.

WANN & WO?
Mittwoch, 16. November 2016
Uhrzeit: 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Festsaal, Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3

Karrierewege in der Kunst – Teil 3

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Eine gehörige Portion Eigeninitiative..

..und ein paar harte Jahre. So könnte man Horst Schnattlers Weg zur Selbständigkeit beschreiben. Der Musikologe, Komponist und Multiinstrumentalist (Horst spielt Schlagzeug, Gitarre, Bass, Synthesizer, Perkussion, Klavier, Trompete, Klarinette, Saxophon und Geige) gründete vor drei Jahren das Unternehmen Klangkulisse und arbeitet seither als Sounddesigner am guten Ton von Medienproduzenten als auch von Unternehmen und Museen. Die Idee dazu ist schon länger in ihm gereift: „Ich habe mir überlegt was ich kann und was sich daraus formen lässt und schließlich meine Fähigkeiten zusammengelegt und die Klangkulisse gegründet.“
Auf die Frage, wie die Arbeit eines Sounddesigners aussieht, antwortet Horst: „Sounddesign umfasst alles rund um die kreative Tongestaltung, also Geräusche, Effekte und Musik, und geht Hand in Hand mit der technischen Tongestaltung: Aufnahme, Tonschnitt und Tonmischung. Ein Sounddesigner unterstreicht die Botschaft des Gesamtproduktes und arbeitet am roten Faden der akustischen Aufmerksamkeit.“ Oft kommen Kunden mit Filmmaterial oder Tonaufnahmen zu Horst und möchten, dass er deren Klangqualität optimiert: „Ich kümmere mich darum, dass der Sound passt, alles gut verständlich ist und zum Bild passt.“ Zu den Kunden der Klangkulisse zählen Werbeagenturen, Filmproduktionen, Unternehmen und Museen.

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Horst Schnattler hatte es nach der HAK-Matura nach Graz zum Österreichischen Rundfunk verschlagen und arbeitete dort 7 Jahre als Radioproduzent. Nebenbei arbeitete er als Freelancer in einem Tonstudio und begann zusätzlich noch ein Musikologiestudium an der Kunstuniversität Graz/Karl-Franzens Universität, welches er 2013 abschloss. „Das waren ein paar harte Jahre, vieles habe ich mir zusätzlich im Selbststudium angeeignet, aber jetzt habe ich wieder Freizeit“, lacht Horst. Musikalische Kenntnisse hatte er ja bereits in Klagenfurt am Konservatorium erworben, an der Universität in Graz wollte er nun vor allem sein musikalisches Wissen weiter ausbauen: „Das Studium der Musikologie war mir da am Nächsten, das war etwas, mit dem ich mich identifizieren konnte.“ Rückblickend gesehen war er mit dem Lehrangebot sehr zufrieden, gerade die Pflichtfächer, die ihm anfangs nicht sonderlich attraktiv erschienen, entwickelten sich im Laufe der Zeit zu Lieblingsfächern. Zudem erweiterte das durch das Studium erworbene Wissen über Musikgeschichte und verschiedene Musik-Genres seine Hörerfahrung maßgeblich, ein Umstand der ihm jetzt in seiner Arbeit zugute kommt.
Das wichtigste wusste Horst aber schon selbst: „Man muss wirklich zuhören und schauen was die Leute wollen, so kann man flexibel sein, Probleme erkennen und Lösungen finden – weil wenn man eine Firma gründet, muss man Geld verdienen und man verdient es indem man zuhört, mit den Leuten spricht und schaut, was gebraucht wird.“

Kontakt:
KLANGKULISSE
Horst Schnattler, BA
Tel. +43 676 9015515, E-Mail: post@klangkulisse.at
Mandellstraße 6/5, A-8010 Graz, Österreich

Text: Birgit Nikzat