BWL kompakt: Praxisnahe Grundlagen für alle Fachrichtungen

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Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind heute für sehr viele Berufsbilder Voraussetzung. Damit Studierende und JungabsolventInnen aller Fachrichtungen auf die kaufmännischen Fragestellungen des Berufsalltags vorbereitet werden, vermitteln wir Ihnen in diesem Seminar praxisnah die wichtigsten Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. In kompakter Form lernen Sie alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Begriffe, Instrumente und Zusammenhänge der Unternehmenspraxis kennen. Dabei werden Ihnen die gängigsten BWL-Tools in anschaulicher und verständlicher Form durch Praxisbeispiele dargestellt. Ihre gewonnenen Kenntnisse können Sie sofort – „on the Job“ – bei Ihrer täglichen Arbeit nutzenbringend einsetzen.

© UNI for LIFE
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Zielgruppe:
– Studierende aller Studienrichtungen der Universität Graz
– JungabsolventInnen der Universität Graz bis zu einem Jahr nach Studienabschluss

Veranstaltungstermine: 
7 Seminartage jeweils Fr von 13:00 – 17:00 und Sa von 09:00 – 17:00 Uhr

·         Fr., 02. März 2018
·         Sa., 03. März 2018
·         Fr., 09. März 2018
·         Fr., 16. März 2018
·         Sa., 17. März 2018
·         Fr., 23. März 2018
·         Sa., 24. März 2018

Kosten: EUR 490,-

Ort: UNI for LIFE, Palais Kottulinsky, Beethovenstraße 9, 8010, Graz

Abschluss:
Teilnahmebestätigung bei 80% Anwesenheit

Anmeldung und Details:
Die Anmeldung erfolgt über die Website von UNI for LIFE>>>
bis spätestens: Fr., 16. Februar 2018

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol.12

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Kreativ in der Wirtschaft

Was hat eine Geisteswissenschafterin mit der Produktion von Holzmöbeln oder Müllzerkleinerungsanlagen namens Terminator zu tun? Mag.a Margret Hausegger ist Projektmanagerin bei der Creative Industries Styria (CIS). Dort koordiniert sie ein Projekt, das zum Ziel hat, Jung und Alt Einblicke in innovative, steirische Unternehmen zu ermöglichen, damit sie Produktion live erleben können.

Margret_Hausegger / Foto: © Stephan Friesinger
Margret Hausegger / Foto: © Stephan Friesinger

Als Margret Hausegger 2003 ihr Diplomstudium Anglistik und Amerikanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz begann, hat sie sich diesen Schritt in die Wirtschaft noch nicht vorstellen können. Die Studienwahl traf sie unmittelbar nach der Matura und hat sie bis heute nicht bereut. „Es wäre für mich keine Option gewesen, rein aus Vernunft etwas anderes zu studieren“, erklärt Margret, die sich auch für Kunstgeschichte inskribierte, dieses Studium dann aber nach einiger Zeit zugunsten der Anglistik/Amerikanistik aufgab – ausschlaggebend war die progressive Ausrichtung des Instituts für Amerikanistik.

Als Ergänzungsfach wählte sie Medienwissenschaften sowie Freifächer aus Geschichte und Germanistik. Ihr Interesse für Sprachen zeigte sich auch in der Neigung zu unterrichten und zu schreiben, weswegen sie überlegte, an der Universität zu bleiben. „Das hätte schon gut gepasst, gleichzeitig war ich aber immer offen für alle Möglichkeiten“, meint die gebürtige Wienerin.

Kommunikation als Passion

Während des Studiums – auch während eines Auslandsjahres in Irland – engagierte sich Margret in der Studienvertretung, was Ausdruck ihrer Begeisterung für Kommunikation war. Auf Kommunikation im weitesten Sinne waren auch viele Inhalte des Studiums ausgerichtet, so wurde beispielsweise Augenmerk auf Textsorten gelegt, die für einen möglichen beruflichen Kontext in den Bereichen Marketing, PR oder Medien interessant sein könnten –  sicherlich mit ein Grund, warum viele ihrer ehemaligen Mitstudierenden, die nicht Lehramt studiert haben, nach dem Studium im Kommunikationsbereich tätig wurden.

Nach Beendigung des Diplomstudiums begann Margret das Doktoratsstudium an der Amerikanistik und arbeitete nebenbei am Institut. Zusätzlich war sie als selbständige Werbetexterin für die Styria Media Group AG und für Grazer Werbeagenturen tätig und entdeckte ihre zweite Leidenschaft, nämlich Yoga zu unterrichten, was sie bis heute praktiziert. Das Doktoratsstudium hat sie letztlich abgebrochen. „Es fehlte mir das Feuer. Die Beschäftigung mit Lyrik ist zwar wunderschön, aber irgendwann fehlte dann doch die Verbindung zum Rest der Welt“, berichtet die Geisteswissenschafterin.

Aufbruch in die Kreativwirtschaft

Über eine Werbeagentur ist sie schließlich zu Creative Industries Styria GmbH gekommen, wo sie mittlerweile seit bald fünf Jahren im Projektmanagement beschäftigt ist. Konkret betreut sie das Programm „Erlebniswelt Wirtschaft – made in Styria“ und engagiert sich dabei für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsbetrieben und der Kreativszene. Unternehmen öffnen im Zuge des Projekts in Form von Erlebnistouren ihre Türen für eine breite Öffentlichkeit. Die Touren werden von AusstellungsdesignerInnen und Werbeagenturen gestaltet. Auf ihren Arbeitsalltag angesprochen beschreibt Margret: „Mein Kollege und ich begleiten Betriebe und Kreativteams im Entstehungsprozess der Erlebnistour von der Konzeption bis zur Umsetzung. Außerdem kümmern wir uns um die Vernetzung der beteiligten Unternehmen sowie um Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen.“

Margret zeigt sich begeistert von der steirischen Wirtschaft: „Als Geisteswissenschafterin sieht man ja kaum Produktionsbetriebe. Wenn man aber verschiedenste Branchen kennenlernt, entwickelt man viel Wertschätzung für deren Leistungen.“ Dass sie die Welt anders sieht als zum Beispiel ein Techniker, ist ihr bewusst, etwa bei der Zusammenarbeit mit ihrem unmittelbaren Partner im Projekt, der auf der Montanuniversität in Leoben studiert hat: „Natürlich haben wir andere Zugänge und unsere Prioritäten unterscheiden sich. Im Endeffekt empfinden wir aber beide die unterschiedlichen Sichtweisen als bereichernd.“

Vom Wert anderer Sichtweisen

Außerhalb ihres direkten Arbeitsumfeldes fällt ihr gelegentlich ein gewisser Vorbehalt gegenüber GeisteswissenschafterInnen auf: „Es gibt manchmal Unverständnis bezüglich der wirtschaftlichen Relevanz eines solchen Studiums. Viele haben keine Vorstellung davon, was zum Beispiel Anglistik/Amerikanistik genau ist. Besonders Literatur- und Kulturwissenschaft sind oft relativ abstrakt. Auch ist es nicht immer leicht zu verstehen, warum es einen Unterschied macht, ob ein Text oder eine Übersetzung professionell gemacht werden. „Ich finde, es ist ausgesprochen wertvoll sich eine Zeit lang mit Dingen zu beschäftigen, die nicht unmittelbar mit dem Verdienen des Lebensunterhalts zu tun haben. Ich habe aber auch nie den Anspruch gehabt, dass mein Studium mich unmittelbar auf einen speziellen Beruf vorbereitet. Auch wenn in meiner jetzigen Tätigkeit ein Großteil des Wissens aus meinem Studium kaum gefordert ist, kann ich im beruflichen Alltag jederzeit auf meine Englischkenntnisse zurückgreifen. Wichtig ist für mich, regelmäßig neue Herausforderungen zu bekommen“, meint Margret.

Text: Birgit Nikzat

 

Alumni Career Mentoringprogramm

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Wir möchten heute gerne auf eine Info-Veranstaltung des alumni UNI graz und des Career Center aufmerksam machen. Besonders dazu ermutigen möchten wir die GSK-Studierenden/-AbsolventInnen sowie die Studierenden bzw. AbsolventInnen der Künste.

Alumni Career Mentoring
Alumni Career Mentoring

Donnerstag 18.01.2018
Uhrzeit: 16:00 – 17:00 Uhr
Ort: alumni & Career Center Veranstaltungsraum, Geisorfgürtel 21, 1.Stock, 8010, Graz
Sie sind Studierende der Uni Graz und hätten für Ihre Berufsorientierungsphase gerne eine branchenerfahrene Person zu Seite? Sie interessieren sich für das Alumni Career Mentoring-programm, wissen jedoch nicht, ob Sie sich bewerben sollen? Bevor Sie sich bewerben, möchten Sie noch ein paar Fragen klären?
Dann kommen Sie zur Infoveranstaltung und erfahren Sie wer sich für das Mentoringprogramm bewerben kann wie der Matching-Prozess abläuft
die Ziele und Nicht-Ziele des Programms Details zum Rahmenprogramm
uvm.
Anmeldung
an alumni@uni-graz.at oder careercenter@uni-graz.at

Selbständigkeit als Karriereweg – Gründungsexperte Claudio Kratzmüller im Interview mit Wirtschaftsgeist.com

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Unser Blog möchte insbesondere AbsolventInnen der Geistes-, Sozial und Kulturwissenschaften (GSK) und der Künste motivieren, außergewöhnliche Karrierewege anzustreben. Hierbei ist der Schritt in die Selbständigkeit bzw. die Gründung eines eigenen Unternehmens auch ein möglicher Karriereweg. Diesmal haben wir Mag. Claudio Kratzmüller, Gründungsexperte und Trainer im Bereich Startups, zum Wirtschaftsgeist.com-Interview geladen. Er erzählt Wissenswertes über das Thema Gründung.

Mag. Claudio Kratzmüller
Mag. Claudio Kratzmüller

Claudio Kratzmüller absolvierte die HTL für Nachrichtentechnik in Klagenfurt und ein Betriebswirtschaftsstudium mit den Schwerpunkten Marketing und Internationales Management in Graz. Noch vor seinem Abschluss begann er im Marketingbereich zu arbeiten. Später erhielt er die Möglichkeit, an der Fachhochschule Campus02 in der Steiermark und in Kärnten ein Serviceangebot für Unternehmen – Innolab – aufzubauen, das diese bei der Umsetzung neuer, innovativer Ideen unterstützt. Über Innolab wechselte er zum Science Park Graz, dem akademischen Gründungszentrum, das universitäre Ausgründungen (sogenannte Spin-offs) begleitet. Seit April 2017 ist er selbständiger Unternehmensberater mit Schwerpunkt Startup-Unternehmen. Derzeit arbeitet er gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Steiermark an einem Projekt zur Positionierung neuer Aufgabenfelder im Dienstleistungsbereich für Startup

Herr Kratzmülller, woran erkennt man eine gute Geschäftsidee mit Potential?
Eine gute Geschäftsidee erkennt man immer daran, ob damit ein Problem gelöst werden kann. Anschließend muss die Idee schriftlich ausgearbeitet werden. Folgende Fragen sind zu beantworten: Wie groß ist der potentielle Markt für das Produkt? Gibt es bereits MitbewerberInnen? Kann das in Zahlen abgebildet werden? Eine kurze Recherche reicht oft schon, um herauszufinden, ob das Produkt schon angeboten wird – etwas, was häufig übersehen wird. Begeisterung für die Geschäftsidee muss man mitbringen. Dafür brennen. Die zwei wichtigsten Fragen sind aber: Welches Problem löse ich damit und wie schaut der Markt aus.

Welche Eigenschaften sollte man als GründerIn mitbringen? Kann jede/r UnternehmerIn werden?
Man braucht ein gewisses Geschäftsverständnis. Überlegungen über: Wie funktioniert der Markt auf dem man tätig sein möchte? Wie kann man sich möglichst erfolgreich am Markt positionieren?
Teamfähigkeit ist besonders wichtig, wenn man gleich mit MitarbeiterInnen oder MiteigentümerInnen starten möchte. Wenn das Team wächst, muss man auch im Stande sein, dieses führen zu können.
Die Fähigkeit, Menschen motivieren zu können ist wichtig, um das Gründungsteam zusammenzuhalten. Die Umsätze, wenn überhaupt, sind noch relativ bescheiden, aber man braucht trotzdem Teammitglieder die programmieren können und Marketingaktivitäten setzen und vieles mehr – das schafft man kaum alles allein. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig ein gutes Vertrauensverhältnis zu den MitarbeiterInnen oder MiteigentümerInnen zu haben. Man muss sich aufeinander verlassen können.
Ein klarer Fokus: In welche Richtung soll es gehen? Was will ich erreichen? Die Arbeit mit Meilensteinen sollte selbstverständlich sein. Das ist gerade in der Kommunikation mit potentiellen Investoren und Förderstellen essenziell.
Beratung/Coaching zulassen. Ich habe erlebt, dass GründerInnen oft beratungsresistent sind. Das behindert häufig den Erfolg. So werden andere Meinungen zwar gehört, aber nicht im ausreichenden Maße mitberücksichtigt. Das kann teuer werden. Ich bin der Meinung, dass man unterschiedliche Sichtweisen immer einfließen lassen sollte, da man vielleicht irgendwo was vergessen bzw. etwas nicht im Detail durchgedacht hat.
Durchhaltevermögen und Flexibilität sind auch wichtige Eigenschaften. So kann es sein, dass man in einer bestimmten Entwicklungsphase plötzlich erkennt, das Problem kann so nicht gelöst werden, mein Produkt wird in dieser Form nicht angenommen. Rechtzeitiges Abweichen von vordefinierten Pfaden ist dann ein guter Rat, um nicht in die falsche Richtung zu navigieren.

Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, um als GründerIn auch erfolgreich zu sein, d.h. erstmal davon leben zu können.
Ein Beispiel: Ein Technologie-Startup, das mit einem Team von vier Leuten gründen möchte, befindet sich in der Entwicklungsphase. In dieser Phase kann das Team vom zukünftigen Produkt, das sie irgendwann am Markt anbieten möchten, noch nicht leben. Wie kann das Team in dieser Phase überleben? Die Antwort ist: Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt von Förderungen. Für GründerInnen mit einer stark technologischen Geschäftsidee ist daher die erste Überlegung, sich auf die Suche nach Fördermöglichkeiten zu machen. Ich kenne kein technologisches Startup-Unternehmen, das seine Ideen ohne Förderung umgesetzt hat. Deshalb gibt es in Österreich Förderstellen wie die AWS, die FFG und die SFG. Die Schwierigkeit besteht aber häufig darin, dass es sehr zeitaufwendig ist, sich im Dschungel der Fördermöglichkeiten zurechtzufinden.

In der Steiermark ist die erste Anlaufstelle die SFG. Meine Empfehlung daher: Die Idee schriftlich zusammenfassen, damit man selbst weiß wo man steht. Konkret heißt das: Ein Geschäftsmodell entwickeln und ausarbeiten. Mit dem ausgearbeiteten Geschäftsmodell dann bei der SFG einen Termin anfragen und mit den zuständigen Personen über die geeigneten Fördermöglichkeiten sprechen. Dann bekommt man eine/n BeraterIn zugeteilt. Die helfen einem dann weiter und informieren welche Geschäftsidee zu welcher Förderung passt. Außerdem unterstützen sie bei der Formulierung des Förderantrages.

Wichtig: Wenn man ein Projekt starten möchte, das eine Förderung erhalten soll, man sich aber schon in der Umsetzungsphase befindet (dh. bspw. die Website schon in Auftrag gegeben hat, Büros bereits angemietet hat und/oder sich Prototypen schon im Bau befinden etc.) und dann erst die Förderung einreicht, wird dies meistens nicht mehr anerkannt. Konkret heißt das, die förderbaren Tätigkeiten/Leistungen sollen vor tatsächlicher Umsetzung erfragt werden – Voraussetzung dafür ist natürlich ein Geschäftsmodell, um zu wissen, was man benötigt.

Förderungen bietet auch die AWS – die Förderbank des Bundes –  bei Frühphasenprojekten an. Diese  PreSeed AWSFörderung ist als Zuschuss für die Vorgründungsphase von technologisch anspruchsvollen High-Tech-Unternehmen gedacht. Die Förderung beträgt hier bis zu 200.000 EUR. Auch wenn man die Geschäftsidee gut präsentiert und die Zusage für die Förderung bekommt, heißt es nicht, dass man das Geld sofort ausbezahlt bekommt. Das kann oft viele Monate dauern. Es kann sein, dass die erste Rate erst Monate später ausbezahlt wird. Man sollte daher immer auch etwas angespart haben, um diese Zeiten zu überbrücken.

Sie haben auch Kunstschaffende bei der Gründung eines eigenen Unternehmens gecoacht. Muss man hier anders an die Beratung herangehen oder gibt es da keinen Unterschied?
Grundsätzlich kann man sagen, dass Kunstschaffende sehr dankbar für die Gründungsberatung sind. So können sie sich nicht vorstellen, dass es gute Förderungen für ihre Geschäftsidee gibt. Man unterstützt sie beim Ausarbeiten der Antragsunterlagen, kontrolliert die Vollständigkeit und dass alle formalen Kriterien eingehalten werden.

Wichtig dabei: Das Geschäftsmodell muss aus der Perspektive des Lesenden ausgearbeitet und präsentiert werden – KundIn, InvestorIn, Förderstelle etc. Verstehen sie das Geschäftsmodell? Wenn der/die FördergeberIn, ein mögliche/r LieferantIn oder ein/e potentielle/r PartnerIn rasch und ohne Aufwand verstehen, was mit der Geschäftsidee möglich ist, dann steigen die Erfolgschancen.

Welche besonderen Fähigkeiten bringen Ihrer Meinung nach Kunstschaffende als UnternehmerInnen mit?
Sie sind sehr offen und mit ihnen kann man direkt in das Thema einsteigen und Inputs geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kunstschaffende sehr froh sind über Feedback. Leute aus dem kreativen Bereich versteifen sich nicht zu hundert Prozent auf eine bestimmte Idee und machen gern einen Schritt in eine andere Richtung, um testen zu können, ob es auch anders funktionieren könnte. Wenn bspw. ein Produkt am Markt nicht so recht ankommt, dann stellen wir uns in der Beratung gemeinsam die Frage: Wie müsste man das Produkt ändern, damit es der Markt annimmt oder damit mehr Leute darüber nachdenken, dieses Produkt zu kaufen?

Welche Erfahrungen haben sie mit Leuten aus der Kreativszene gemacht, die mit einer Gründungsidee zu Ihnen gekommen sind?
Kreative können Ihre Ideen immer sehr überzeugend präsentieren. Wichtig ist aber, ob auch ein ausgearbeitetes Geschäftsmodell dahintersteckt, das folgende Fragen beantwortet: Wer ist dein/e ZielkundIn? Welchen Nutzen hat er/sie? Wie erreiche ich ihn/sie? Wie biete ich das Produkt an? Zu welchem Preis? Welche Kosten kommen auf mich zu? Brauche ich eine Betriebsstättengenehmigung? Brauche ich eine Zulassung/ein Zertifikat für mein Produkt? Wer sind meine PartnerInnen? Meine LieferantInnen? Welche Arbeiten kann ich selbst durchführen? Für welche Tätigkeiten brauche ich externe Unterstützung – vielleicht auch MitarbeiterInnen die mir Arbeit abnehmen? Alle diese Fragen kann ich in einem typischen Geschäftsmodell – Canvas – systematisch abbilden.

Mit dem Business Model Canvas habe ich mein gesamtes Geschäftsmodell auf einem Blatt Papier. Das schafft Klarheit für mich und für andere. Damit habe ich ein Fundament geschaffen, auf dem ich einen Businessplan erstellen kann. Dieser ist wiederum Voraussetzung, um bei der Suche nach Investoren erfolgreich zu sein und erhöht meine Chancen, bei einer Förderstelle eine Förderung zu erhalten.

Ich habe es immer als wichtige Aufgabe angesehen, die GründerInnen und das Team vor unnötigen Fehlern zu bewahren. Wir haben viele Businesspläne gelesen und gesehen, wie Unternehmen wachsen und zu welchen Problemen es kommen kann. Wenn das Geschäftsmodell nicht ausgereift bzw. nicht gut ausgearbeitet wird, der Businessplan Lücken hat, dann ist es die Aufgabe des Coaches, sie darauf aufmerksam zu machen.

Welche Tipps würden Sie AbsolventInnen im Hinblick auf die Selbständigkeit als Karriereweg geben, wenn diese keinen betriebswirtschaftlichen Background haben?
Egal ob ich ein/e KünstlerIn, Geistes- oder KulturwissenschaftlerIn oder TechnikerIn bin. Die Idee muss gut vorbereitet werden, das Geschäftsmodell muss entwickelt werden. Man sollte sich möglichst bald Feedback einholen. Sich in der Startup-Community vernetzen und die Idee dort präsentieren. Rückmeldungen die man dort erhält ernst nehmen. Andere Sichtweisen miteinfließen lassen. Teilnehmen an Wettbewerben – Elevator Pitch (Junge Wirtschaft Steiermark) oder Startup Spritzer (IdeenTriebwerk Graz) – hier kann man die Geschäftsidee in unterschiedlichen Kategorien vorstellen. Dort bekomme ich Fragen gestellt, Hinweise, ob ich am richtigen Weg bin und ob meine Geschäftsidee interessant ist. Zudem vernetzt man sich mit Menschen, die in der gleichen Situation sind und daraus können eventuell neue Ideen entstehen. Da kann aus der eigenen Idee, kombiniert mit einer anderen, etwas Interessantes entstehen. Feedback vom Markt einholen. Unbedingt Förderung vor Beginn berücksichtigen.

Was würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Egal welche Ausbildung man genossen hat, man soll sich nach den eigenen persönlichen Interessen und Fähigkeiten orientieren. Wenn ich spezielle Fähigkeiten habe, kann ich darüber nachdenken, wo ich diese einsetzen kann. Und ganz wichtig: habe ich eine Idee, die ein Problem von jemand anderem lösen kann?

Vielen herzlichen Dank für das Interview!

 

Beratungsstellen:
Wirtschaftskammer – Gründerservice
Innolab – Studienrichtung Innovationsmanagement Campus02
SFG – Förderungen
AWS – Förderbank des Bundes
Stadt Graz – Förderungen
Ideentriebwerk: „Startup Spritzer“ – Vernetzungstreffen – präsentiere deine Geschäftsidee
Elevator Pitch – Junge Wirtschaft Steiermark
Gründungsgarage – Uni Graz / WTZ Süd
gruenderland.st – alles auf einer Website zum Thema Gründung in der Steiermark

Bericht: Wirtschaftsgeist Workshop am 10. November 2017 – Soziale Innovation im Fokus

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Bereits zum vierten Mal fand am 10. November 2017 der Wirtschaftsgeist Workshop statt. Zwei etablierte Grazer Start-Up-Unternehmen präsentierten ihre Problemstellungen unter dem Themenschwerpunkt Soziale Innovation. Unter den TeilnehmerInnen fanden sich Studierende der WTZ-Süd-Universitäten, darunter auch internationale Studierende aus Brasilien, Bangladesch, Italien und USA. 

11 Studierende aus unterschiedlichsten Studienrichtungen –  Sustainable Development, Pädagogik, Germanistik, Musikologie, Instrumenta(Gesangs)pädagogik und Global Studies stellten sich den nachhaltigen unternehmerischen Herausforderungen. Die motivierten TeilnehmerInnen arbeiteten in zwei interdisziplinären Gruppen eng mit den Start-Ups zusammen, um umsetzbare Lösungsansätze zu entwickeln.

Die vierte Ausgabe des Wirtschaftsgeist Workshops hatte höchst interessante Challenges zu bieten:

Sarah Reindl, Gründerin und Geschäftsführerin von Das Gramm, trat mit folgender Problemstellung an die Studierenden heran: Im Zuge eines Expansionsvorhabens überdenken die Inhaberinnen zum momentanen Zeitpunkt die generelle Geschäftsstrategie. Die Frage, wie man neues Klientel von der Idee verpackungsfreier Einkäufe überzeugen kann sowie eine Erarbeitung einer Positionierungsstrategie, wurde als Challenge ausgegeben. In der Gruppe wurden Ideen generiert und diskutiert, die zukünftig zu einer Stärkung der Positionierung von Das Gramm beitragen sollen (zusätzliche, unterstützende Angebote bzw. spezielle Studierendenangebote, Kommunikation, etc.).

Der Geschäftsführer von Compuritas, Rüdiger Wetzl-Piewald, trat mit folgender Challenge an die Studierenden heran: Begriffe bzw. Konzepte wie Second Hand / Re-Use sind in unserer Gesellschaft leider oftmals negativ konnotiert – gleichzeitig aber integraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Compuritas. In der Gruppe wurde diskutiert, welche Begriffe verwendet werden könnten, um diesem Image entgegenzuwirken. Gemeinsam suchten die TeilnehmerInnen nach neuen Ansätzen, um diese Konzepte positiv zu besetzen und zu kommunizieren.

Moderator und Innovationscoach Johannes Frühmann unterstützte die Teams während der Ideenfindungsprozesse mit den Methoden des „Design Thinking“. Nach einigen Stunden gemeinsamer kreativer Arbeit wurden die ideenreichen Ergebnisse allen TeilnehmerInnen präsentiert. Für das leibliche Wohl während des Workshops sorgte ein regionales Buffet. Abgerundet wurde die Agenda mit einer kurzen Präsentation durch Remo Taferner: Er stellte die Gründungsgarage vor und motivierte die Workshop-TeilnehmerInnen dazu, im Falle einer Gründungsidee mutig zu sein und sich für die Gründungsgarage, zu bewerben.

Fotocredit: Andreas Wenzel/KUG

Statements

„Es war eine Freude zu sehen, wie die Studierenden hochaktiv auf die Fragestellung eingehen und zahlreichen konstruktiven Input liefern. Mir war dabei besonders wichtig, die Gruppe nicht in eine Rolle zu drängen, sondern ihren persönlichen Zugang zu unserem Unternehmen zu erleben. Schließlich kommen auch unsere potenziellen KundInnen oft mit einer vorgefertigten Meinung in Berührung mit Compuritas. Da braucht es gute und offene Kommunikation zum erfolgreichen Verkauf. Und die gelingt nur, wenn wir den Zugang der KundInnen zu unseren Produkten kennen.“ Rüdiger Wetzl-Piewald, Compuritas GmbH

„Der Wirtschaftsgeist-Workshop war für mich eine einmalige Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre und ohne Zeitdruck mit Studierenden zu brainstormen und abseits von gängigem Wirtschaftsdenken neue Wege zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens einzuschlagen. Der Workshop ist für Studierende und „open-minded“ UnternehmerInnen gleichermaßen gewinnbringend und hat in meinem Fall sogar zu einem Projekt geführt, dass ich mit zwei Studentinnen weiterführend durchführen möchte.“ Sarah Reindl, Das Gramm OG

“Für mich war es besonders interessant die regional nachhaltigen Unternehmen und deren Herausforderungen am Markt kennen zu lernen. Und natürlich war es toll, diese mit meinen Ideen zu unterstützen. Unser Unternehmen war sehr offen und für alles was wir eingebracht haben, das war sehr angenehm und wir konnten ohne Scheu unsere Meinung einbringen.“ Studierenden-Feedback

“Ich habe viele neue Ideen und Perspektiven kennen gelernt und das wird bestimmt sehr hilfreich für meine berufliche Zukunft.” Studierenden-Feedback

“Der Workshop war sehr fein. Ich finde der Rahmen hat sehr gut gepasst. Ich hatte schon vorher einige Design Thinking/Produktentwicklungs-Workshops besucht. Im Gegensatz zu den anderen Workshops, die ich besucht habe, hat sich dieser Workshop als besonders praxisbezogen herausgestellt und war somit keine Wiederholung für mich.“ Studierenden-Feedback

Das WIRTSCHAFTSGEIST-Team bedankt sich sehr herzlich bei den Studierenden und den Start-ups für die Teilnahme am Workshop. Wir möchten uns auch recht herzlich bei den zahlreichen KooperationspartnerInnen, die uns auch diesmal bei der Ankündigung und der Organisation des Workshops unterstützt haben, bedanken u.a.: alumnni UNI graz, Career Center der Uni Graz, DocService der Uni Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften der ÖH Uni Graz, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Graz, Studienvertretung Musikologie der ÖH Uni Graz und der KUG, studo.co

Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen – Vol.11

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Nina Bercko, MA

Masterstudium Germanistik
Projektmitarbeiterin
am Institut für Germanistik an der Universität Graz
Mitgründerin
des Start-ups PILZKISTE

Wirtschaftsgeist.com stellt heute – in Kooperation mit alumni Uni Graz – die Germanistin Frau Nina Bercko in der Reihe Karrierewege von GeisteswissenschaftlerInnen vor. Mit Ihrem Start-up PILZKISTE will sie gemeinsam mit Ihren Mitstreiterinnen Mercedes Springer und Jasmin Kabir auf nährstoffhaltigen Kaffeesatz – rund sechs Tonnen davon werden an einem durchschnittlichen Tag in Graz produziert – Austernpilze züchten.

Wie die Idee entstanden ist und wie man sich bei diesem Crowdfunding-Projekt auch selbst einbringen kann, verrät Germanistin Nina Bercko im Alumna des Monats-Interview.

EXCELLENCE 17 – Das Karriere-Festival der Universität Graz

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Der Wirtschaftsgeist-Blog möchte heute auf das Karriere-Festival – EXCELLENCE 17 – aufmerksam machen. Neben den zahlreichen Unternehmen werden auch die NGO-Sessions für unsere GSK-Studierenden/AbsolventInnen von großem Interesse sein.

Melde dich jetzt an und sei dabei!

Excellence 17

Die EXCELLENCE – das größte Karriere-Event der Uni Graz – vereint über 70 Unternehmen, Kreative, Visionäre, Studis und Absos zu einer großen Community. Das gemeinsame Ziel: verheißungsvolle Karrierechancen, intensives Networking, aufregende Keynotes und eine elektrisierende Atmosphäre mit über 2.000 Menschen.

Die Welt der EXCELLENCE auf einen Blick:

HOCHKARÄTIGE AUSSTELLER im Hauptgebäude der Uni Graz

 LINE-UP* & ANTENNE-LIVE-DJ 24 aufregende Keynotes und egal welches Studium, für jede/n ist etwas dabei. Für den perfekten Sound sorgt Antenne Steiermark.

KOSTENFREIER FOTO-CORNER & CV-CHECK*

ABSO-BACKSTAGE-INTERVIEWS* mit erfahrenen AbsolventInnen ins Gespräch kommen

NGO-SESSIONS Mehr als 10 NGOs berichten über die vielfältigen Möglichkeiten der Mitarbeit.

JOB-WALL

FREE BREAKFAST Zum Festival-Start um 9:30 locken heißer Kaffee und frisches Gebäck. Ab 12:00 Red-Bull-Verteilung, ab 15:00 Uhr Tasty Donuts.

AFTER-SHOW-PARTY (ab 20.00 Uhr) Gratis-Eintrittsband am Messetag abholen und Willkommens-Shot im Kottulinksy sichern.

 

Wann:  Dienstag, 7.11.2017 von 9.30 – 16.00 Uhr im Hauptgebäude der Universität Graz

 

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EXCELLENCE 17